Die Hallbauerin (Krimi Klasiker): Historischer Roman
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Beschrijving
Bol
Die Hallbauerin entfaltet eine präzise komponierte Kriminalerzählung aus dem ländlichen Milieu, in der Besitz, Ehre, Abhängigkeit und Verdacht zu einem unauflöslichen sozialen Knoten werden. Temme verbindet die Spannung des klassischen Falls mit einer nüchternen, fast protokollarischen Erzählweise, die seine Nähe zur juristischen Praxis verrät. Der Text steht im Kontext der frühen deutschsprachigen Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts: weniger Sensationsstück als moralisch-realistisches Gesellschaftsbild, in dem Schuld nicht nur individuell, sondern auch sozial lesbar wird. Jodocus Temme, 1798 geboren, war Jurist, Richter, liberaler Politiker und Schriftsteller. Seine Erfahrungen in Gerichtssälen, seine Kenntnis bäuerlicher und bürgerlicher Lebenswelten sowie seine politische Sensibilität für Machtverhältnisse prägten sein literarisches Werk nachhaltig. Nach Konflikten mit der preußischen Obrigkeit und im Exil entwickelte er eine Erzählkunst, die Recht, Wahrheitssuche und menschliche Fehlbarkeit miteinander verschränkt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den Ursprung des deutschen Kriminalromans jenseits moderner Effekte entdecken möchten. Die Hallbauerin überzeugt durch psychologische Beobachtung, soziale Genauigkeit und eine stille, beharrliche Spannung, die lange nachwirkt.
Die Hallbauerin entfaltet eine präzise komponierte Kriminalerzählung aus dem ländlichen Milieu, in der Besitz, Ehre, Abhängigkeit und Verdacht zu einem unauflöslichen sozialen Knoten werden. Temme verbindet die Spannung des klassischen Falls mit einer nüchternen, fast protokollarischen Erzählweise, die seine Nähe zur juristischen Praxis verrät. Der Text steht im Kontext der frühen deutschsprachigen Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts: weniger Sensationsstück als moralisch-realistisches Gesellschaftsbild, in dem Schuld nicht nur individuell, sondern auch sozial lesbar wird. Jodocus Temme, 1798 geboren, war Jurist, Richter, liberaler Politiker und Schriftsteller. Seine Erfahrungen in Gerichtssälen, seine Kenntnis bäuerlicher und bürgerlicher Lebenswelten sowie seine politische Sensibilität für Machtverhältnisse prägten sein literarisches Werk nachhaltig. Nach Konflikten mit der preußischen Obrigkeit und im Exil entwickelte er eine Erzählkunst, die Recht, Wahrheitssuche und menschliche Fehlbarkeit miteinander verschränkt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den Ursprung des deutschen Kriminalromans jenseits moderner Effekte entdecken möchten. Die Hallbauerin überzeugt durch psychologische Beobachtung, soziale Genauigkeit und eine stille, beharrliche Spannung, die lange nachwirkt.
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