Die Herren von Hermiston
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Beschrijving
Bol
Die Herren von Hermiston, Stevensons unvollendeter letzter Roman, führt in das Schottland der frühen 1800er Jahre, wo der junge Archie Weir gegen die unbarmherzige Rechts- und Glaubenswelt seines Vaters, des Richters Adam Weir von Hermiston, aufbegehrt. Zwischen Gerichtssaal, Moorlandschaft und heimlicher Liebe zu Christina Elliott entfaltet sich ein Konflikt von Gewissen, Autorität und Begehren. Der Stil verbindet psychologischen Realismus, schottische Sprachfärbung und die düstere Spannung der romantischen Tradition; zugleich steht das Werk im Kontext des viktorianischen historischen Romans und übersteigt ihn durch moralische Ambivalenz. Robert Louis Stevenson (1850-1894), Edinburgher, Juristensohn und selbst zum Anwalt ausgebildet, kannte die schottischen Rechtsmilieus, die religiöse Strenge und die gespaltene Identität seiner Heimat aus nächster Nähe. Krankheit und Reisen führten ihn von Europa bis Samoa, doch seine Imagination kehrte immer wieder nach Schottland zurück. Nach Abenteuerromanen wie Die Schatzinsel und psychologischen Erzählungen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde suchte er hier eine noch reifere, tragischere Form. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keinen abgeschlossenen Plot allein, sondern literarische Intensität suchen: ein Fragment von außerordentlicher Geschlossenheit in Ton, Figurenzeichnung und ethischer Fragestellung. Gerade sein Abbruch macht sichtbar, welche Höhe Stevensons Spätwerk erreicht hatte. Die Herren von Hermiston ist unverzichtbar für alle, die schottische Literatur, den historischen Roman und die dunklen Familienkonflikte der Moderne verstehen wollen.
Die Herren von Hermiston, Stevensons unvollendeter letzter Roman, führt in das Schottland der frühen 1800er Jahre, wo der junge Archie Weir gegen die unbarmherzige Rechts- und Glaubenswelt seines Vaters, des Richters Adam Weir von Hermiston, aufbegehrt. Zwischen Gerichtssaal, Moorlandschaft und heimlicher Liebe zu Christina Elliott entfaltet sich ein Konflikt von Gewissen, Autorität und Begehren. Der Stil verbindet psychologischen Realismus, schottische Sprachfärbung und die düstere Spannung der romantischen Tradition; zugleich steht das Werk im Kontext des viktorianischen historischen Romans und übersteigt ihn durch moralische Ambivalenz. Robert Louis Stevenson (1850-1894), Edinburgher, Juristensohn und selbst zum Anwalt ausgebildet, kannte die schottischen Rechtsmilieus, die religiöse Strenge und die gespaltene Identität seiner Heimat aus nächster Nähe. Krankheit und Reisen führten ihn von Europa bis Samoa, doch seine Imagination kehrte immer wieder nach Schottland zurück. Nach Abenteuerromanen wie Die Schatzinsel und psychologischen Erzählungen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde suchte er hier eine noch reifere, tragischere Form. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keinen abgeschlossenen Plot allein, sondern literarische Intensität suchen: ein Fragment von außerordentlicher Geschlossenheit in Ton, Figurenzeichnung und ethischer Fragestellung. Gerade sein Abbruch macht sichtbar, welche Höhe Stevensons Spätwerk erreicht hatte. Die Herren von Hermiston ist unverzichtbar für alle, die schottische Literatur, den historischen Roman und die dunklen Familienkonflikte der Moderne verstehen wollen.