Die indischen Opale: Kriminalroman
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Die indischen Opale entfaltet um ein kostbares, aus kolonialen Handelswegen stammendes Schmuckstück eine Geschichte von Begehren, Täuschung und moralischer Prüfung. Rubiner verbindet Elemente der Abenteuer- und Kriminalliteratur mit der nervösen Wahrnehmung der frühen Moderne: schnelle Szenenwechsel, pointierte Dialoge und eine bisweilen ironische Distanz zu bürgerlichen Sicherheiten prägen den Ton. Im literarischen Kontext des Vorexpressionismus erscheint der exotische Stein weniger als bloßer Requisitenschatz denn als Symbol einer Welt, in der Wert, Besitz und Identität unsicher geworden sind. Ludwig Rubiner (1881-1920), Kritiker, Essayist, Übersetzer und eine prägende Stimme des deutschen Expressionismus, bewegte sich zwischen Kaffeehausbohème, politischer Publizistik und avantgardistischen Zeitschriften. Seine spätere pazifistische und revolutionär-humanistische Haltung lässt sich bereits in der Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Masken, Machtverhältnisse und die Verführbarkeit des Individuums erahnen. Die Erfahrung der Großstadt, sein Interesse an populären Formen und sein Misstrauen gegenüber erstarrten Konventionen dürften diesen Text wesentlich genährt haben. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Spannungsliteratur nicht nur als Rätsel, sondern als kulturelles Dokument lesen möchten. Die indischen Opale bietet Unterhaltung mit analytischem Mehrwert: ein kompaktes Fenster in jene Übergangszeit, in der moderne Sensibilität, exotistische Imagination und literarisches Experiment einander durchdringen.
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Die indischen Opale entfaltet um ein kostbares, aus kolonialen Handelswegen stammendes Schmuckstück eine Geschichte von Begehren, Täuschung und moralischer Prüfung. Rubiner verbindet Elemente der Abenteuer- und Kriminalliteratur mit der nervösen Wahrnehmung der frühen Moderne: schnelle Szenenwechsel, pointierte Dialoge und eine bisweilen ironische Distanz zu bürgerlichen Sicherheiten prägen den Ton. Im literarischen Kontext des Vorexpressionismus erscheint der exotische Stein weniger als bloßer Requisitenschatz denn als Symbol einer Welt, in der Wert, Besitz und Identität unsicher geworden sind. Ludwig Rubiner (1881-1920), Kritiker, Essayist, Übersetzer und eine prägende Stimme des deutschen Expressionismus, bewegte sich zwischen Kaffeehausbohème, politischer Publizistik und avantgardistischen Zeitschriften. Seine spätere pazifistische und revolutionär-humanistische Haltung lässt sich bereits in der Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Masken, Machtverhältnisse und die Verführbarkeit des Individuums erahnen. Die Erfahrung der Großstadt, sein Interesse an populären Formen und sein Misstrauen gegenüber erstarrten Konventionen dürften diesen Text wesentlich genährt haben. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Spannungsliteratur nicht nur als Rätsel, sondern als kulturelles Dokument lesen möchten. Die indischen Opale bietet Unterhaltung mit analytischem Mehrwert: ein kompaktes Fenster in jene Übergangszeit, in der moderne Sensibilität, exotistische Imagination und literarisches Experiment einander durchdringen.
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