Die Irrlichter: Märchen

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Bol Die Irrlichter entfaltet eine Erzählwelt, in der trügerische Erscheinungen nicht bloß romantische Staffage, sondern Zeichen innerer Orientierungslosigkeit sind. Petersen verbindet atmosphärische Naturbilder mit moralisch-psychologischer Beobachtung und führt ihre Figuren an die Grenze zwischen Aberglauben, Sehnsucht und Erkenntnis. Der klare, bisweilen empfindsame Stil steht im Umfeld der nachromantischen deutschen Erzählprosa des 19. Jahrhunderts, nimmt jedoch deren Motive nüchtern prüfend auf: Das Irrlicht wird zum Bild falscher Hoffnungen und gefährdeter Selbstbestimmung. Marie Petersen, eine Autorin des 19. Jahrhunderts, schrieb in einer literarischen Öffentlichkeit, in der weibliche Stimmen zwar präsent, doch häufig auf bestimmte Themenfelder festgelegt wurden. Gerade daraus gewinnt ihr Erzählen Spannung: Es verbindet häusliche, religiöse und gesellschaftliche Erfahrungsräume mit einem wachen Sinn für seelische Konflikte. Die Beschäftigung mit Täuschung, Pflicht und innerer Wahrheit lässt sich als Antwort auf die geistigen und sozialen Umbrüche ihrer Zeit verstehen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht als musealen Gegenstand, sondern als lebendige Reflexion menschlicher Verführbarkeit entdecken möchten. Die Irrlichter bietet keine bloße Schauerromantik, sondern eine konzentrierte Studie über Wahrnehmung, Gewissen und die Suche nach verlässlichem Licht in unsicherer Welt.

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Die Irrlichter entfaltet eine Erzählwelt, in der trügerische Erscheinungen nicht bloß romantische Staffage, sondern Zeichen innerer Orientierungslosigkeit sind. Petersen verbindet atmosphärische Naturbilder mit moralisch-psychologischer Beobachtung und führt ihre Figuren an die Grenze zwischen Aberglauben, Sehnsucht und Erkenntnis. Der klare, bisweilen empfindsame Stil steht im Umfeld der nachromantischen deutschen Erzählprosa des 19. Jahrhunderts, nimmt jedoch deren Motive nüchtern prüfend auf: Das Irrlicht wird zum Bild falscher Hoffnungen und gefährdeter Selbstbestimmung. Marie Petersen, eine Autorin des 19. Jahrhunderts, schrieb in einer literarischen Öffentlichkeit, in der weibliche Stimmen zwar präsent, doch häufig auf bestimmte Themenfelder festgelegt wurden. Gerade daraus gewinnt ihr Erzählen Spannung: Es verbindet häusliche, religiöse und gesellschaftliche Erfahrungsräume mit einem wachen Sinn für seelische Konflikte. Die Beschäftigung mit Täuschung, Pflicht und innerer Wahrheit lässt sich als Antwort auf die geistigen und sozialen Umbrüche ihrer Zeit verstehen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht als musealen Gegenstand, sondern als lebendige Reflexion menschlicher Verführbarkeit entdecken möchten. Die Irrlichter bietet keine bloße Schauerromantik, sondern eine konzentrierte Studie über Wahrnehmung, Gewissen und die Suche nach verlässlichem Licht in unsicherer Welt.


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  • 9788027364305
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