Ruanda ist ein Land, das im Durchschnitt weiterhin bessere Ergebnisse erzielt, obwohl der verheerende Völkermord an den Tutsi im Jahr 1994 zu einem erheblichen Verlust an Humankapital und zur Zerstörung sozialer, wirtschaftlicher und politischer Strukturen geführt hat. Ruanda erzielte in den Jahren nach dem Völkermord spektakuläre Ergebnisse. Die durchschnittliche Wachstumsrate nach dem Völkermord an den Tutsi lag über der durchschnittlichen Wachstumsrate vor dem Völkermord. Die durchschnittliche Wachstumsrate für den Zeitraum 1999-2008 betrug 7,3 Prozent, während sie für den Zeitraum 1980-1989 bei 2,0 Prozent lag. Was sind die treibenden Kräfte hinter dieser spektakulären Entwicklung? Dieses Buch analysiert die Grundlagen des jüngsten hohen Wirtschaftswachstums in Ruanda nach dem Völkermord an den Tutsi im Hinblick auf die Produktions- und Handelsstruktur, um herauszufinden, ob diese für ein nachhaltiges hohes Wachstum förderlich sind. Die Analyse dürfte für Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger, Fachleute für wirtschaftliche Entwicklung und die Wirtschaft von Nutzen sein, da Entwicklungsländer darauf hinarbeiten, die Armut zu verringern und die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen.
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