Langeweile wird oft als trivial abgetan, doch Philosophen von Pascal bis Heidegger haben sie als echten Anhaltspunkt für die Struktur der menschlichen Existenz betrachtet. Dieses Buch argumentiert, dass Langeweile ernsthafte philosophische Beachtung verdient, da sie nicht einfach nur ein Mangel an Anregung ist, sondern eine aufschlussreiche Diskrepanz zwischen dem, was eine Situation bietet, und dem, was der Geist oder das Selbst tatsächlich benötigt. Eine zentrale Unterscheidung zieht sich durch das gesamte Buch: Situative Langeweile hat eine identifizierbare Ursache und ein verfügbares Mittel dagegen, wie etwa eine Zugverspätung oder eine langweilige Vorlesung, während existenzielle oder tiefgreifende Langeweile keinen konkreten Gegenstand hat, selbst unter angenehmen Umständen auftritt und sich nicht durch einen Tapetenwechsel beheben lässt. Diese zweite, tiefere Form ist das eigentliche Thema des Buches, da sie es ist, die Philosophen als wirklich aufschlussreich und nicht nur als bloß lästig empfunden haben.
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