Diese Studie untersucht die Philosophie der sozialen Sicherheit anhand des menschenzentrierten Ansatzes, der in den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verankert ist. Sie vertritt die Auffassung, dass soziale Sicherheit nicht bloß ein rechtlicher oder finanzieller Mechanismus ist, sondern ein grundlegendes Menschenrecht, das auf sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichheit und Menschenwürde beruht. Mithilfe der analytischen Methode und der Inhaltsanalyse untersucht die Studie die konstitutionelle Philosophie der ILO, ihre Überwachungsmechanismen sowie die Entwicklung internationaler Sozialversicherungsstandards, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Schutz von Kindern, Arbeitnehmern, Frauen und älteren Menschen liegt. Die Analyse zeigt, dass das Übereinkommen Nr. 102 die internationalen Mindeststandards für die soziale Sicherheit festlegte, während nachfolgende Übereinkommen und Empfehlungen sowohl den Kreis der Begünstigten als auch das Schutzniveau schrittweise erweiterten. Die Studie bewertet ferner die praktische Umsetzung dieser Standards anhand aktueller ILO-Berichte und deckt dabei trotz erheblicher normativer Fortschritte anhaltende globale Lücken in der Abdeckung auf. Sie kommt zu dem Schluss, dass die ILO eine Vorreiterrolle bei der Institutionalisierung des Rechts auf soziale Sicherheit und der Umsetzung von Menschen.
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