Um die terroristischen Aktionen von Al-Qaida und ihr nahestehenden Gruppen besser zu verstehen und die Theorie des rationalen Handelns auf sie anzuwenden, wurden die zwischen 2002 und 2007 verübten Terroranschläge analysiert und mit denen einer weitaus traditionelleren Terrororganisation, der Euskadi Ta Askatasuna (ETA), verglichen. Wie erwartet forderten die von Al-Qaida und ihren Verbündeten verübten Anschläge weitaus mehr Opfer als die der ETA, selbst wenn man die Anschläge vom 11. September 2001 außer Acht lässt. Die Analysen belegen, dass islamistische Gruppen häufig Anschläge verüben, um eine große Zahl von Opfern zu verursachen, während andere terroristische Gruppen aus politischen und ideologischen Gründen versuchen, die Opferzahlen zu begrenzen. Die Rationalität traditioneller Terrororganisationen ist in der Literatur gut belegt und wird durch diese Analysen untermauert. Sie legen jedoch auch nahe, die Theorie des rationalen Handelns auf den religiösen islamistischen Terrorismus anzuwenden. Auch wenn Terrorismus mit zahlreichen Opfern und Selbstmordattentate irrational erscheinen mögen, bietet rationales Handeln eine stichhaltige Erklärung, wenn man die Ziele des religiösen islamistischen Terrorismus sowie den religiösen und politischen Kontext berücksichtigt, in dem diese Organisationen agieren.
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