Die Reise nach Braunschweig: Ein komischer Roman
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Beschrijving
Bol
Die Reise nach Braunschweig entfaltet das traditionsreiche Motiv der Reise als komische Versuchsanordnung: Begegnungen, Missverständnisse und gesellschaftliche Beobachtungen werden zu einer satirischen Vermessung des späten 18. Jahrhunderts. Knigges Prosa verbindet erzählerische Beweglichkeit mit aufklärerischer Schärfe; der heitere Ton verdeckt nicht die präzise Kritik an Standesdünkel, Provinzialität, höfischer Pose und bürgerlicher Selbsttäuschung. Der Roman steht damit im Kontext der deutschen Aufklärung und ihrer Vorliebe für moralische Erzählkunst, gesellige Ironie und soziale Diagnose. Adolph Freiherr von Knigge, 1752 geboren und 1796 gestorben, war weit mehr als der sprichwörtliche Lehrer guter Manieren. Als Hofmann, Publizist, Freimaurer und scharfer Beobachter politischer wie gesellschaftlicher Verhältnisse kannte er die Mechanismen von Rang, Abhängigkeit und öffentlicher Selbstdarstellung aus eigener Erfahrung. Gerade diese biographische Nähe zu höfischen und bürgerlichen Milieus erklärt die Treffsicherheit, mit der er komische Situationen in moralische Erkenntnis verwandelt. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die den Witz der Aufklärung nicht als bloße Leichtigkeit, sondern als Instrument der Erkenntnis schätzen. Die Reise nach Braunschweig bietet vergnügliche Lektüre, historische Anschaulichkeit und eine erstaunlich moderne Sensibilität für soziale Rollen.
Die Reise nach Braunschweig entfaltet das traditionsreiche Motiv der Reise als komische Versuchsanordnung: Begegnungen, Missverständnisse und gesellschaftliche Beobachtungen werden zu einer satirischen Vermessung des späten 18. Jahrhunderts. Knigges Prosa verbindet erzählerische Beweglichkeit mit aufklärerischer Schärfe; der heitere Ton verdeckt nicht die präzise Kritik an Standesdünkel, Provinzialität, höfischer Pose und bürgerlicher Selbsttäuschung. Der Roman steht damit im Kontext der deutschen Aufklärung und ihrer Vorliebe für moralische Erzählkunst, gesellige Ironie und soziale Diagnose. Adolph Freiherr von Knigge, 1752 geboren und 1796 gestorben, war weit mehr als der sprichwörtliche Lehrer guter Manieren. Als Hofmann, Publizist, Freimaurer und scharfer Beobachter politischer wie gesellschaftlicher Verhältnisse kannte er die Mechanismen von Rang, Abhängigkeit und öffentlicher Selbstdarstellung aus eigener Erfahrung. Gerade diese biographische Nähe zu höfischen und bürgerlichen Milieus erklärt die Treffsicherheit, mit der er komische Situationen in moralische Erkenntnis verwandelt. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die den Witz der Aufklärung nicht als bloße Leichtigkeit, sondern als Instrument der Erkenntnis schätzen. Die Reise nach Braunschweig bietet vergnügliche Lektüre, historische Anschaulichkeit und eine erstaunlich moderne Sensibilität für soziale Rollen.
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