Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die weltweit häufigste Todesursache, werden mittlerweile als stark von den Lebens- und Arbeitsbedingungen beeinflusst angesehen. Chronischer Stress, berufliche Überlastung, Druck durch Vorgesetzte, mangelnde Unterstützung: Das berufliche Umfeld kann die Gesundheit der Beschäftigten entweder schützen oder gefährden. In diesem Zusammenhang erweist sich die Führung durch Vorgesetzte als ein oft vernachlässigter strategischer Hebel zur Prävention. Dieses Werk, das auf einer gründlichen Untersuchung in Brazzaville mit 156 Teilnehmern (Lehrkräfte im öffentlichen Dienst und Angestellte in der Privatwirtschaft) basiert, zeigt, dass Führungsstile keinen neutralen Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit haben. Anhand einer systematischen Vergleichsanalyse zwischen neun öffentlichen Bildungseinrichtungen und dem privaten Unternehmen Archer Capital beleuchtet der Autor zwei gegensätzliche Dynamiken: einen positiven Kreislauf in der Privatwirtschaft, in dem partizipatives Management und proaktive Prävention sich gegenseitig verstärken; einen Teufelskreis im öffentlichen Sektor, in dem fehlende Führung und das Fehlen von Gesundheitsmaßnahmen das Wohlbefinden der Beschäftigten nachhaltig beeinträchtigen.
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