Wir führten eine systematische Literaturrecherche zur Zuverlässigkeit, Kriteriums- und Konstruktvalidität, Diskriminanzvalidität, zum Beitrag zur klinischen Untersuchung sowie zur prädiktiven Validität der ultraschallgestützten (US) Synovitisdiagnostik bei rheumatoider Arthritis (RA) durch. Es wurden Artikel aus Medline, Embase, der Cochrane Library sowie Abstracts von Kongressen und durch manuelle Suche erfasste Artikel zu diesen Parametern gesammelt. 190 Studien mit insgesamt 10 383 Patienten wurden analysiert. Die Inter- und Intra-Beobachter-Reliabilität war gut bis ausgezeichnet. Der Vergleich mit der histologischen und makroskopischen Beurteilung ergab insgesamt eine gute Korrelation. Es bestand eine Übereinstimmung zwischen der Synovitis im Magnetresonanztomogramm und der US-Synovitis. Die Ultraschalluntersuchung ist bei der Erkennung einer Synovitis sensitiver als die klinische Untersuchung. Mit dem Ultraschall lassen sich gesunde Probanden von Patienten mit RA unterscheiden, allerdings kann es bei gesunden Probanden zu einer gewissen Synovialhypertrophie kommen. Es gab einige Unterschiede zwischen RA und anderen entzündlichen Arthritiden, ohne dass eine diagnostische Sicherheit gegeben war. Die ultraschallgestützte Synovitis ist reproduzierbar, eine "echte" Synovitis, sensitiv und diskriminierend, was den routinemäßigen Einsatz der sonographischen Untersuchung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis rechtfertigt.
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