Die in dieser Studie untersuchten Länder, Marokko und Frankreich, haben Bildungsreformen durchlaufen. Die Schulbücher wurden im Hinblick auf die Anpassung an die Änderungen im Lehrplan analysiert. Die vorliegende Studie hat Unterschiede in quantitativer und qualitativer Hinsicht bei der Einbindung von Umweltthemen in die Lehrpläne für Biologie und Geowissenschaften an den Collèges aufgezeigt. Die Dominanz des informativen Stils in den marokkanischen Schulbüchern lässt auf eine geringe Beteiligung der Lernenden am Wissensaufbau schließen. Somit spiegelt sich der kompetenzorientierte Ansatz, der die Grundlage für die Gestaltung der Schulbücher bildet, nicht in der textlichen Vermittlung des Wissens durch diese Schulbücher wider. Folglich scheint der Unterricht zum Thema Umwelt hinsichtlich der Problematisierung, die darauf abzielt, zukünftige Akteure zu einem reflektierten Handeln in Bezug auf die Umwelt zu erziehen, unzureichend zu sein. Die französischen Schulbücher hingegen spiegeln bis zu einem gewissen Grad eine Problematisierung des Wissens wider, die es dem Lernenden ermöglicht, produktiver zu sein. Das Vorhandensein partizipativer Texte ermöglicht die Umsetzung eines Konzepts einer autonomeren Bildung, was in Schulbüchern, die sich mit Themen der Umweltbildung befassen, von entscheidender Bedeutung ist.
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