Die Sklavin: Schauspiel in vier Aufzügen

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Bol Ludwig Fuldas "Die Sklavin" entfaltet, unter dem suggestiven Zeichen der Unfreiheit, ein Bühnengeschehen über Herrschaft, Begehren und moralische Selbstbehauptung. Das Werk verbindet dramatische Zuspitzung mit sprachlicher Eleganz: Fuldas Dialoge sind pointiert, psychologisch aufmerksam und zugleich von jener kultivierten Formstrenge geprägt, die das deutschsprachige Theater um 1900 zwischen Realismus, Salonstück und neuromantischer Stilisierung auszeichnet. Im Zentrum steht weniger äußere Exotik als die Frage, wie gesellschaftliche Rollen Menschen innerlich fesseln. Fulda, 1862 in Frankfurt am Main geboren, gehörte zu den einflussreichen Dramatikern, Übersetzern und Theatervermittlern seiner Zeit. Seine Nähe zur Freien Bühne, seine Auseinandersetzung mit dem französischen Theater und sein liberales, humanistisches Denken schärften seinen Blick für Konflikte zwischen individueller Würde und sozialer Ordnung. "Die Sklavin" lässt sich aus diesem Spannungsfeld verstehen: als literarische Untersuchung von Abhängigkeit, Macht und der Möglichkeit persönlicher Autonomie. Zu empfehlen ist das Buch Lesern, die nicht nur Handlung, sondern geistige Architektur eines Dramas schätzen. Wer sich für die Theaterkultur des Fin de Siècle, für präzise Figurenrede und für moralische Konflikte ohne einfache Auflösung interessiert, findet hier ein konzentriertes, vielschichtiges Werk.

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Ludwig Fuldas "Die Sklavin" entfaltet, unter dem suggestiven Zeichen der Unfreiheit, ein Bühnengeschehen über Herrschaft, Begehren und moralische Selbstbehauptung. Das Werk verbindet dramatische Zuspitzung mit sprachlicher Eleganz: Fuldas Dialoge sind pointiert, psychologisch aufmerksam und zugleich von jener kultivierten Formstrenge geprägt, die das deutschsprachige Theater um 1900 zwischen Realismus, Salonstück und neuromantischer Stilisierung auszeichnet. Im Zentrum steht weniger äußere Exotik als die Frage, wie gesellschaftliche Rollen Menschen innerlich fesseln. Fulda, 1862 in Frankfurt am Main geboren, gehörte zu den einflussreichen Dramatikern, Übersetzern und Theatervermittlern seiner Zeit. Seine Nähe zur Freien Bühne, seine Auseinandersetzung mit dem französischen Theater und sein liberales, humanistisches Denken schärften seinen Blick für Konflikte zwischen individueller Würde und sozialer Ordnung. "Die Sklavin" lässt sich aus diesem Spannungsfeld verstehen: als literarische Untersuchung von Abhängigkeit, Macht und der Möglichkeit persönlicher Autonomie. Zu empfehlen ist das Buch Lesern, die nicht nur Handlung, sondern geistige Architektur eines Dramas schätzen. Wer sich für die Theaterkultur des Fin de Siècle, für präzise Figurenrede und für moralische Konflikte ohne einfache Auflösung interessiert, findet hier ein konzentriertes, vielschichtiges Werk.


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