Der 30. Juni 1960 war für den Belgischen Kongo ein strahlend sonniger Donnerstag, an dem die Unabhängigkeit gefeiert wurde. Dieser Sonnenschein war leider nur von kurzer Dauer, denn bereits am nächsten Tag versank das Land in einer vielschichtigen Krise, die auch fünfzig Jahre später noch andauert, wie das Kolloquium von 2010 zum Thema "Die Unabhängigkeit neu denken: Die DR Kongo 50 Jahre später" gezeigt hat. Die hier angestellten Überlegungen konzentrieren sich auf die Lage der geschwächten und in Armut versetzten Bevölkerung unter dem ideologischen Deckmantel eines angeblich sagenhaft reichen Landes. Sie laden dazu ein, sich von dieser Ideologie zu lösen, denn ein Reichtum, der nicht zum Wohle der Mehrheit der Bevölkerung genutzt wird, nützt nichts. Sie fordert zudem dazu auf, sich vom Paradigma der allgegenwärtigen, rücksichtslosen kapitalistischen Wirtschaft zu befreien, die einen Großteil der Bevölkerung in eine Überlebenswirtschaft drängt. Schließlich plädiert sie für das Paradigma der Solidarwirtschaft, in der die Bevölkerung verschiedene Unternehmen ins Leben ruft, um Wohlstand zu schaffen und dank der für eine solche Wirtschaft spezifischen Werte Demokratie zu erlernen. So bietet sich die Solidarwirtschaft als Talentschmiede für Führungskräfte im Dienste der Bevölkerung an, die bereit ist, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Prijshistorie
* Prijshistorie bevat geen data van Amazon, Amazon Marketplace.
Prijzen voor het laatst bijgewerkt op: