"Die Sprache der Straftäter" untersucht, wie Sprache das Verständnis von Kriminalität, Straftätern, Opfern und Gerechtigkeit prägt. Auf der Grundlage der kritischen Diskursanalyse, der Korpuslinguistik, der forensischen Linguistik, der kognitiven Linguistik und der narrativen Kriminologie argumentiert das Buch, dass Kriminalität nicht nur ein rechtliches oder soziales, sondern auch ein sprachliches Phänomen ist. Es untersucht, wie Straftäter durch Medienberichte, juristischen Diskurs, soziale Medien, Literatur und institutionelle Kommunikation konstruiert werden, und deckt dabei auf, wie Sprache die Wahrnehmung von Schuld, Verantwortung, Identität und Macht beeinflusst. Das Buch untersucht die Rolle des Diskurses bei der Etikettierung, Stigmatisierung, sozialen Kontrolle, der Selbstdarstellung von Straftätern und den Opfererzählungen. Anhand von Analysen von Strafrechtssystemen, Gerichtssprache, Nachrichtenberichterstattung, Erzählungen von Straftätern und digitaler Kommunikation zeigt es auf, wie sprachliche Entscheidungen gesellschaftliche Ideologien widerspiegeln und reproduzieren. Das Werk befasst sich zudem mit praktischen Anwendungen in der forensischen Linguistik, der Urheberschaftszuschreibung, der Erstellung von Täterprofilen sowie mit neuen Herausforderungen wie KI-generiertem Kriminalitätsdiskurs und krimineller Online-Kommunikation.
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