Die Stadt ohne Juden: der Roman von übermorgen: Eine erschreckend genaue Zukunftsvision und satirische Antwort auf den primitiven Antisemitismus 1920er Jahre

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Bol Hugo Bettauers Die Stadt ohne Juden ist eine 1922 erschienene satirisch-dystopische Erzählung, die ein Wien imaginiert, in dem die jüdische Bevölkerung per Gesetz ausgewiesen wird. Was zunächst als Triumph antisemitischer Politik gefeiert wird, enthüllt sich rasch als ökonomische, kulturelle und moralische Selbstverstümmelung der Stadt. Bettauer verbindet boulevardeske Spannung, politische Groteske und scharfe Gesellschaftsanalyse; im Kontext der Nachkriegszeit und des anwachsenden völkischen Antisemitismus wirkt der Roman zugleich zeitgebunden und unheimlich prophetisch. Bettauer, 1872 in Baden bei Wien geboren, war Journalist, Feuilletonist und erfolgreicher Verfasser populärer Romane, der soziale Tabus, sexuelle Moral und politische Heuchelei öffentlich verhandelte. Seine Erfahrungen im kosmopolitischen Wien, seine jüdische Herkunft und seine Beobachtung der radikalisierten Zwischenkriegsgesellschaft prägen dieses Buch. Dass Bettauer 1925 von einem Nationalsozialisten ermordet wurde, verleiht der Lektüre nachträglich eine erschütternde historische Schärfe. Empfohlen sei Die Stadt ohne Juden allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als Instrument politischer Erkenntnis begreifen. Der Roman ist keine bloße Kuriosität der Weimarer Moderne, sondern ein luzides Lehrstück über Ausgrenzung, Abhängigkeit und die Zerbrechlichkeit urbaner Zivilisation.

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Hugo Bettauers Die Stadt ohne Juden ist eine 1922 erschienene satirisch-dystopische Erzählung, die ein Wien imaginiert, in dem die jüdische Bevölkerung per Gesetz ausgewiesen wird. Was zunächst als Triumph antisemitischer Politik gefeiert wird, enthüllt sich rasch als ökonomische, kulturelle und moralische Selbstverstümmelung der Stadt. Bettauer verbindet boulevardeske Spannung, politische Groteske und scharfe Gesellschaftsanalyse; im Kontext der Nachkriegszeit und des anwachsenden völkischen Antisemitismus wirkt der Roman zugleich zeitgebunden und unheimlich prophetisch. Bettauer, 1872 in Baden bei Wien geboren, war Journalist, Feuilletonist und erfolgreicher Verfasser populärer Romane, der soziale Tabus, sexuelle Moral und politische Heuchelei öffentlich verhandelte. Seine Erfahrungen im kosmopolitischen Wien, seine jüdische Herkunft und seine Beobachtung der radikalisierten Zwischenkriegsgesellschaft prägen dieses Buch. Dass Bettauer 1925 von einem Nationalsozialisten ermordet wurde, verleiht der Lektüre nachträglich eine erschütternde historische Schärfe. Empfohlen sei Die Stadt ohne Juden allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als Instrument politischer Erkenntnis begreifen. Der Roman ist keine bloße Kuriosität der Weimarer Moderne, sondern ein luzides Lehrstück über Ausgrenzung, Abhängigkeit und die Zerbrechlichkeit urbaner Zivilisation.


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  • 9788027348060
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