Die Tugend auf der Schaubühne: Harlekins Heirath Ein Nachspiel in einem Aufzuge

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Bol Die Tugend auf der Schaubühne ist ein aufschlussreicher Beitrag zur Theater- und Moraldebatte der deutschen Aufklärung. Möser untersucht, wie dramatische Darstellung sittliche Begriffe nicht abstrakt lehrt, sondern durch Handlung, Affekt und Beispiel erfahrbar macht. Sein Stil verbindet juristische Schärfe, essayistische Beweglichkeit und eine skeptische Aufmerksamkeit für die Wirkungen öffentlicher Rede. Im literarischen Kontext steht der Text zwischen Gottscheds Regelpoetik, Lessings bürgerlichem Theater und der zeitgenössischen Frage, ob die Bühne eine Schule der Tugend sein könne. Justus Möser, 1720 in Osnabrück geboren, war Jurist, Verwaltungsbeamter, Historiker und einer der eigenständigsten Publizisten des 18. Jahrhunderts. Seine politische Erfahrung in ständischen Ordnungen, sein Interesse an lokalen Institutionen und seine praktische Menschenkenntnis prägen auch diesen Text. Möser dachte Aufklärung nicht als bloße Theorie, sondern als Prüfung gesellschaftlicher Kräfte; daher interessiert ihn am Theater weniger die schöne Form allein als seine Wirkung auf Publikum, Gemeinsinn und moralische Urteilskraft. Empfohlen sei dieses Buch allen, die das Verhältnis von Literatur, Öffentlichkeit und Ethik historisch verstehen möchten. Es zeigt, wie ernst die Aufklärung die Bühne als kulturelle Institution nahm, und bietet zugleich eine anregende Perspektive auf heutige Diskussionen über Kunst und Verantwortung.

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Die Tugend auf der Schaubühne ist ein aufschlussreicher Beitrag zur Theater- und Moraldebatte der deutschen Aufklärung. Möser untersucht, wie dramatische Darstellung sittliche Begriffe nicht abstrakt lehrt, sondern durch Handlung, Affekt und Beispiel erfahrbar macht. Sein Stil verbindet juristische Schärfe, essayistische Beweglichkeit und eine skeptische Aufmerksamkeit für die Wirkungen öffentlicher Rede. Im literarischen Kontext steht der Text zwischen Gottscheds Regelpoetik, Lessings bürgerlichem Theater und der zeitgenössischen Frage, ob die Bühne eine Schule der Tugend sein könne. Justus Möser, 1720 in Osnabrück geboren, war Jurist, Verwaltungsbeamter, Historiker und einer der eigenständigsten Publizisten des 18. Jahrhunderts. Seine politische Erfahrung in ständischen Ordnungen, sein Interesse an lokalen Institutionen und seine praktische Menschenkenntnis prägen auch diesen Text. Möser dachte Aufklärung nicht als bloße Theorie, sondern als Prüfung gesellschaftlicher Kräfte; daher interessiert ihn am Theater weniger die schöne Form allein als seine Wirkung auf Publikum, Gemeinsinn und moralische Urteilskraft. Empfohlen sei dieses Buch allen, die das Verhältnis von Literatur, Öffentlichkeit und Ethik historisch verstehen möchten. Es zeigt, wie ernst die Aufklärung die Bühne als kulturelle Institution nahm, und bietet zugleich eine anregende Perspektive auf heutige Diskussionen über Kunst und Verantwortung.


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Merk Sharp Ink
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  • 9788028353650
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