Die 'Umm ed Dschamahl'
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Beschrijving
Bol
Die 'Umm ed Dschamahl' gehört zu Karl Mays orientalischen Reiseerzählungen und entfaltet vor der Kulisse der syrisch-arabischen Wüsten- und Ruinenlandschaft ein Abenteuer um Gefahr, List, Gastrecht und moralische Bewährung. In der Figur des reisenden Erzählers, dem Umfeld Kara Ben Nemsis verwandt, verbindet May spannende Handlung mit gelehrsam wirkender Topographie, arabischen Redewendungen und einem Pathos christlich-humaner Gerechtigkeit. Der Stil ist episodisch, dialogreich und dramatisch zugespitzt; zugleich steht der Text im Kontext des populären deutschen Exotismus des 19. Jahrhunderts. Karl May, 1842 in Ernstthal geboren und 1912 in Radebeul gestorben, schrieb seine großen Orient- und Amerikaerzählungen überwiegend aus Lektüre, Phantasie und eigener existentieller Erfahrung heraus. Armut, soziale Ausgrenzung, Haft und ein starkes Bedürfnis nach moralischer Selbstneuschöpfung prägten sein Werk. Die Faszination für fremde Räume bot ihm ein literarisches Mittel, Fragen von Schuld, Ehre, Erlösung und kultureller Verständigung erzählerisch zu verhandeln. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Karl May nicht nur als Abenteuerautor, sondern als Konstrukteur wirkmächtiger Weltbilder entdecken möchten. Die Erzählung bietet Spannung, historische Atmosphäre und zugleich Anlass zur kritischen Lektüre kolonialzeitlicher Orientvorstellungen.
Die 'Umm ed Dschamahl' gehört zu Karl Mays orientalischen Reiseerzählungen und entfaltet vor der Kulisse der syrisch-arabischen Wüsten- und Ruinenlandschaft ein Abenteuer um Gefahr, List, Gastrecht und moralische Bewährung. In der Figur des reisenden Erzählers, dem Umfeld Kara Ben Nemsis verwandt, verbindet May spannende Handlung mit gelehrsam wirkender Topographie, arabischen Redewendungen und einem Pathos christlich-humaner Gerechtigkeit. Der Stil ist episodisch, dialogreich und dramatisch zugespitzt; zugleich steht der Text im Kontext des populären deutschen Exotismus des 19. Jahrhunderts. Karl May, 1842 in Ernstthal geboren und 1912 in Radebeul gestorben, schrieb seine großen Orient- und Amerikaerzählungen überwiegend aus Lektüre, Phantasie und eigener existentieller Erfahrung heraus. Armut, soziale Ausgrenzung, Haft und ein starkes Bedürfnis nach moralischer Selbstneuschöpfung prägten sein Werk. Die Faszination für fremde Räume bot ihm ein literarisches Mittel, Fragen von Schuld, Ehre, Erlösung und kultureller Verständigung erzählerisch zu verhandeln. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Karl May nicht nur als Abenteuerautor, sondern als Konstrukteur wirkmächtiger Weltbilder entdecken möchten. Die Erzählung bietet Spannung, historische Atmosphäre und zugleich Anlass zur kritischen Lektüre kolonialzeitlicher Orientvorstellungen.