Diese Studie befasst sich erneut mit den Unruhen vom Februar 2008 in Kamerun. Unsere Analyse, die sich im Wesentlichen auf die Ereignisse und deren Bilanz konzentriert, orientiert sich an der zentralen Hypothese, dass sich diese Unruhen auf einem für sie günstigen Nährboden entwickelten, auch wenn es in hohem Maße Versuche gab, die von einer sozialen Gruppe ausgelöste Unzufriedenheit über die Kraftstoffpreise auszunutzen. Aufbauend auf dem paradigmatischen Erbe des Konstruktivismus, des methodologischen Individualismus und der Systemanalyse beleuchtet die Studie einerseits den Kontext bzw. die strukturellen Ursachen und die Einordnung der Ereignisse und andererseits die Bilanz der Unruhen sowie die strukturbildenden Reaktionen der Regierung. Diese Unruhen haben gezeigt, dass es möglich ist, eine stringente Theorie von universeller Tragweite zu den Folgen von Frustration, Empörung oder unverhüllter Wut zu entwickeln, die mit parteipolitischer und gewerkschaftlicher Entfremdung oder sogar mit dem Versagen der intermediären Instanzen verbunden sind. Letztendlich werfen sie das Problem der Resilienz auf, d. h. der Fähigkeit des politischen Systems, auf soziale Forderungen zu reagieren oder diese zu antizipieren.
AmazonPagina's: 88, Paperback, Verlag Unser Wissen
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