Die koloniale/imperiale Ideologie wirkt auf Weisen, die nicht allen kolonialen Untertanen bewusst sind. Hinter der äußerst trügerischen ethischen Prämisse, auf der die koloniale/imperiale Ideologie beruht, verbirgt sich eine unhaltbare Logik, die durch eine Vielzahl verbaler und visueller orientalistischer Mythen gestützt wird. Dieses Buch untersucht die Darstellung marokkanischer Frauen in bestimmten europäischen Reiseberichten und Postkarten und zeigt anschließend auf, wie die marokkanischen Frauen der Kolonialzeit die koloniale Ideologie untergruben. Dieses Buch demontiert das illusorische Konstrukt der kolonialen/imperialen Ideologie und vertritt die These, dass die marokkanischen Frauen der Kolonialzeit ihre eigene Art hatten, sich den kolonialen Mythen zu widersetzen. Im Wesentlichen untersucht es den Blick als neue Form des Widerstands und zeigt so, wie dieser die einzigartige Existenz der marokkanischen Frauen im kolonialen Kontext bezeugte. Der Gegenblick auf die Kolonisatoren und die Entziehung ihrer eigenen Existenz führten zu einer ganz eigenen weiblichen Art, dem Imperium eine Antwort zu geben.
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