Die Verbrechen der Liebe: Band 1 4

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Bol Die Verbrechen der Liebe versammelt erzählerische Fallstudien, in denen Leidenschaft, Tugend, Verführung und Gewalt in tragische Konflikte geraten. Anders als die berüchtigt libertinen Romane Sades erscheinen diese Novellen stärker an moralischer Erzähltradition, empfindsamem Roman und Schauerliteratur des späten 18. Jahrhunderts orientiert. Ihr Stil verbindet rhetorische Zuspitzung, psychologische Analyse und dramatische Intrige; Liebe wird nicht idealisiert, sondern als soziale und körperliche Macht untersucht, deren Entgleisungen Verbrechen hervorbringen. Marquis de Sade, 1740 geboren und durch Prozesse, Skandale und lange Haftzeiten geprägt, schrieb aus einer radikalen Distanz zu den Institutionen seiner Zeit: Familie, Kirche, Justiz und aristokratische Ehre erscheinen bei ihm als Systeme der Heuchelei. Die Erfahrungen von Gefangenschaft, Zensur und revolutionärer Umwälzung schärften seinen Blick für die dunklen Verbindungen zwischen Begehren und Herrschaft. Dieses Buch zeigt Sade als kontrollierten Erzähler, nicht nur als Provokateur. Empfohlen sei Die Verbrechen der Liebe allen Leserinnen und Lesern, die Sade jenseits des bloßen Skandals kennenlernen möchten. Der Band bietet eine anspruchsvolle Einführung in seine Anthropologie des Begehrens und in die literarische Krise der Aufklärung.

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Die Verbrechen der Liebe versammelt erzählerische Fallstudien, in denen Leidenschaft, Tugend, Verführung und Gewalt in tragische Konflikte geraten. Anders als die berüchtigt libertinen Romane Sades erscheinen diese Novellen stärker an moralischer Erzähltradition, empfindsamem Roman und Schauerliteratur des späten 18. Jahrhunderts orientiert. Ihr Stil verbindet rhetorische Zuspitzung, psychologische Analyse und dramatische Intrige; Liebe wird nicht idealisiert, sondern als soziale und körperliche Macht untersucht, deren Entgleisungen Verbrechen hervorbringen. Marquis de Sade, 1740 geboren und durch Prozesse, Skandale und lange Haftzeiten geprägt, schrieb aus einer radikalen Distanz zu den Institutionen seiner Zeit: Familie, Kirche, Justiz und aristokratische Ehre erscheinen bei ihm als Systeme der Heuchelei. Die Erfahrungen von Gefangenschaft, Zensur und revolutionärer Umwälzung schärften seinen Blick für die dunklen Verbindungen zwischen Begehren und Herrschaft. Dieses Buch zeigt Sade als kontrollierten Erzähler, nicht nur als Provokateur. Empfohlen sei Die Verbrechen der Liebe allen Leserinnen und Lesern, die Sade jenseits des bloßen Skandals kennenlernen möchten. Der Band bietet eine anspruchsvolle Einführung in seine Anthropologie des Begehrens und in die literarische Krise der Aufklärung.


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  • 9788028395827
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