Die vierundzwanzig Sonette

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Bol Louise Labé: Die vierundzwanzig Sonette. Übertragen von Rainer Maria Rilke Louise Labé schreibt, wie bis dahin kaum eine Frau schrieb: aus dem Innersten, in voller Stimme, mit bebendem Mut. In ihren vierundzwanzig Sonetten ringt sie mit der Liebe - als Kraft, als Qual, als Glanz und Gericht. Ihr Begehren ist wissend, ihr Schmerz aufrecht. Rainer Maria Rilkes Übersetzung hebt diese Dichtung aus dem 16. Jahrhundert in eine moderne, klare Sprache, die nichts beschönigt und nichts verdunkelt. Ein Zeugnis weiblicher Intensität - leidenschaftlich, scharf, unvergessen. Erstdruck: 1555. Hier in der Übertragung von Rainer Maria Rilke, Insel Bücherei, Band 222, Leipzig, 1917. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2025. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 12 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Louise Labé (ca. 1524-1566) war eine französische Dichterin der Renaissance, deren Werk bis heute durch seine emotionale Direktheit und sprachliche Kraft beeindruckt. In Lyon geboren - einem Zentrum des Humanismus - wuchs sie in einem wohlhabenden Handwerkerhaushalt auf, lernte mehrere Sprachen und ritt, fechtete und musizierte - Fähigkeiten, die für Frauen ihrer Zeit ungewöhnlich waren. Bekannt wurde sie durch eine schmale, aber eindrucksvolle Sammlung von Sonetten und Briefen, in denen sie das Liebesverlangen nicht aus höfischer Distanz, sondern aus eigener Erfahrung beschreibt. Ihre Verse sprechen von Begehren, Zerrissenheit, Stolz und Hingabe - in einer Klarheit, die ihrer Zeit weit voraus war. Labé bewegte sich in einem intellektuell geprägten Umfeld, veröffentlichte unter eigenem Namen und widersprach so der damals vorherrschenden Vorstellung weiblicher Zurückhaltung. Ihre Dichtung wurde sowohl gefeiert als auch bekämpft - und geriet später lange in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert, besonders durch Rainer Maria Rilkes Übersetzung, wurde sie wiederentdeckt: als Dichterin, als Frau, als eine der ersten Stimmen, die das Private öffentlich machten - ohne Scham und ohne Schleier.

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Louise Labé: Die vierundzwanzig Sonette. Übertragen von Rainer Maria Rilke Louise Labé schreibt, wie bis dahin kaum eine Frau schrieb: aus dem Innersten, in voller Stimme, mit bebendem Mut. In ihren vierundzwanzig Sonetten ringt sie mit der Liebe - als Kraft, als Qual, als Glanz und Gericht. Ihr Begehren ist wissend, ihr Schmerz aufrecht. Rainer Maria Rilkes Übersetzung hebt diese Dichtung aus dem 16. Jahrhundert in eine moderne, klare Sprache, die nichts beschönigt und nichts verdunkelt. Ein Zeugnis weiblicher Intensität - leidenschaftlich, scharf, unvergessen. Erstdruck: 1555. Hier in der Übertragung von Rainer Maria Rilke, Insel Bücherei, Band 222, Leipzig, 1917. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2025. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 12 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Louise Labé (ca. 1524-1566) war eine französische Dichterin der Renaissance, deren Werk bis heute durch seine emotionale Direktheit und sprachliche Kraft beeindruckt. In Lyon geboren - einem Zentrum des Humanismus - wuchs sie in einem wohlhabenden Handwerkerhaushalt auf, lernte mehrere Sprachen und ritt, fechtete und musizierte - Fähigkeiten, die für Frauen ihrer Zeit ungewöhnlich waren. Bekannt wurde sie durch eine schmale, aber eindrucksvolle Sammlung von Sonetten und Briefen, in denen sie das Liebesverlangen nicht aus höfischer Distanz, sondern aus eigener Erfahrung beschreibt. Ihre Verse sprechen von Begehren, Zerrissenheit, Stolz und Hingabe - in einer Klarheit, die ihrer Zeit weit voraus war. Labé bewegte sich in einem intellektuell geprägten Umfeld, veröffentlichte unter eigenem Namen und widersprach so der damals vorherrschenden Vorstellung weiblicher Zurückhaltung. Ihre Dichtung wurde sowohl gefeiert als auch bekämpft - und geriet später lange in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert, besonders durch Rainer Maria Rilkes Übersetzung, wurde sie wiederentdeckt: als Dichterin, als Frau, als eine der ersten Stimmen, die das Private öffentlich machten - ohne Scham und ohne Schleier.

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Pagina's: 28, Paperback, Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin


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  • 9783743750890
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