Dieses Buch bietet eine kritische Analyse des zentralen verfahrensrechtlichen Spannungsverhältnisses in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit: die Abwägung zwischen einer effizienten Streitbeilegung und den grundlegenden Anforderungen eines ordnungsgemäßen Verfahrens, insbesondere im Bereich der Beweisführung. Es untersucht, wie Schiedsgerichte, die sich an "Soft-Law"-Rahmenwerken wie den IBA-Beweisregeln orientieren, komplexe Zulässigkeitsprobleme bewältigen, die sich aus dem Zusammentreffen von Common Law und Zivilrechtstraditionen ergeben, wie z.B. das Anwaltsprivileg, illegal beschafftes Material und das Staatsgeheimnis. In der Arbeit wird argumentiert, dass der Umgang eines Gerichts mit diesen Beweisproblemen direkte Auswirkungen auf zentrale Grundsätze der Fairness hat, nämlich Waffengleichheit und das Recht auf Gehör. Schließlich wird aufgezeigt, wie Verfahrensfehler die Legitimität eines Schiedsspruchs untergraben und Vollstreckungsanfechtungen nach dem New Yorker Übereinkommen auslösen können, und es wird eine strukturierte Bewertung angeboten, die für Praktiker und Wissenschaftler gleichermaßen wichtig ist.
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