Die Okklusion spielt eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung der Funktion und Gesundheit des stomatognathen Systems. Eine genaue Beurteilung der Okklusionskontakte ist für die Diagnose und Behandlung von restaurativen, prothetischen, kieferorthopädischen und implantologischen Fällen unerlässlich. Temporomandibuläre Dysfunktionen sind multifaktorielle Erkrankungen, die die Kiefergelenke, die Kaumuskulatur und die damit verbundenen Strukturen betreffen und häufig zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen. Herkömmliche Methoden der okklusalen Beurteilung sind einfach, liefern jedoch nur qualitative und subjektive Informationen. Mit dem Aufkommen der digitalen Zahnmedizin wurden fortschrittliche Technologien wie die computergestützte Okklusionsanalyse, Intraoralscanner, virtuelle Artikulatoren, CBCT, MRT, Kieferverfolgungssysteme und Elektromyographie zur objektiven Beurteilung eingeführt. Diese digitalen Methoden liefern genaue, reproduzierbare und quantitative Daten zu okklusalen Kontakten und zur Unterkieferfunktion. Sie verbessern die Diagnose, die Behandlungsplanung und die Überwachung von Patienten mit okklusalen Fehlstellungen und Kiefergelenkserkrankungen. Daher sind digitale Technologien zu wertvollen Hilfsmitteln in der modernen Prothetik geworden und ermöglichen eine evidenzbasierte und patientenzentrierte klinische Versorgung.
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