Dilettanten des Lebens: Liebesroman
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Beschrijving
Bol
Clara Viebigs Dilettanten des Lebens ist ein Roman der Schwellenzeit um 1900: Er beobachtet Menschen, die das Leben ästhetisch genießen, ohne ihm moralisch, sozial oder emotional gewachsen zu sein. In präziser Milieuschilderung, psychologisch geschärften Dialogen und naturalistisch grundierter Erzählweise entfaltet Viebig ein Panorama bürgerlicher Selbsttäuschungen, nervöser Modernität und halbherziger Lebensentwürfe. Der Titel benennt dabei nicht bloß eine Schwäche einzelner Figuren, sondern eine Signatur des Fin de Siècle. Viebig, 1860 in Trier geboren und mit der Eifel ebenso vertraut wie mit dem Berliner Literaturbetrieb, verband genaue Beobachtungsgabe mit sozialem Interesse. Ihre Erfahrungen zwischen Provinz, Großstadt, weiblicher Autorschaft und publizistischer Öffentlichkeit schärften ihren Blick für Anpassungsdruck, Standesbewusstsein und innere Vereinsamung. Gerade daraus erklärt sich die Eindringlichkeit, mit der sie Figuren zeichnet, die an Konventionen leiden und doch selten die Kraft zu wirklicher Entscheidung finden. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die den deutschen Naturalismus nicht nur als soziale Anklage, sondern als subtile Analyse moderner Lebensunsicherheit entdecken wollen. Dilettanten des Lebens überzeugt durch historische Genauigkeit, erzählerische Disziplin und eine bis heute erkennbare Diagnose kultureller Oberflächlichkeit.
Clara Viebigs Dilettanten des Lebens ist ein Roman der Schwellenzeit um 1900: Er beobachtet Menschen, die das Leben ästhetisch genießen, ohne ihm moralisch, sozial oder emotional gewachsen zu sein. In präziser Milieuschilderung, psychologisch geschärften Dialogen und naturalistisch grundierter Erzählweise entfaltet Viebig ein Panorama bürgerlicher Selbsttäuschungen, nervöser Modernität und halbherziger Lebensentwürfe. Der Titel benennt dabei nicht bloß eine Schwäche einzelner Figuren, sondern eine Signatur des Fin de Siècle. Viebig, 1860 in Trier geboren und mit der Eifel ebenso vertraut wie mit dem Berliner Literaturbetrieb, verband genaue Beobachtungsgabe mit sozialem Interesse. Ihre Erfahrungen zwischen Provinz, Großstadt, weiblicher Autorschaft und publizistischer Öffentlichkeit schärften ihren Blick für Anpassungsdruck, Standesbewusstsein und innere Vereinsamung. Gerade daraus erklärt sich die Eindringlichkeit, mit der sie Figuren zeichnet, die an Konventionen leiden und doch selten die Kraft zu wirklicher Entscheidung finden. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die den deutschen Naturalismus nicht nur als soziale Anklage, sondern als subtile Analyse moderner Lebensunsicherheit entdecken wollen. Dilettanten des Lebens überzeugt durch historische Genauigkeit, erzählerische Disziplin und eine bis heute erkennbare Diagnose kultureller Oberflächlichkeit.
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