Dieses Open-Access-Buch widmet sich der Debatte hinsichtlich mono- und koedukativen Sportunterrichts, die mit Widersprüchen durchzogen ist. Dieses Open-Access-Buch widmet sich der Debatte hinsichtlich mono- und koedukativen Sportunterrichts, die mit Widersprüchen durchzogen ist. Dies lässt sich insbesondere betreffend einer (Re)produktion des sozialen Geschlechts und eines damit gewünschten Abbaus von Geschlechterdifferenzen feststellen. Neben dieser geschlechtsbezogenen Organisation von Sportklassen wird in diesem Zusammenhang der Sportlehrperson eine entscheidende Rolle attestiert. Dabei wird gefordert, dass Sportlehrpersonen eine Genderkompetenz aufbauen sollen, um geschlechtssensibel unterrichten zu können. Dieser Anspruch wird formuliert, ohne annähernd ausreichend Wissen zu haben, in welcher Art und Weise sich geschlechtsbezogene Konstruktionen von Sportlehrpersonen im Sportunterricht überhaupt manifestieren. Wenn dieser Anspruch ernst genommen wird, müssen mehr Erkenntnisse vorliegen, wie sich soziale Geschlechtskonstruktionen von Sportlehrpersonen hinsichtlich ihrer Schüler:innen im kontext- und situationsspezifischen Sportunterricht gestalten. Folglich wurde diese Forschungslücke bearbeitet. Diese Ausgangslage erforderte einen explorativen qualitativ-rekonstruktiven Zugang. Diverse Daten von insgesamt acht Sportlehrpersonen wurden erhoben. Dabei kamen mehrere sich gegenseitig ergänzende Methoden zum Einsatz: narrative Pilotinterviews, Unterrichts-Videographien mit Brillen- und Weitwinkelkamera, Unterrichtsbeobachtungen und Video-Stimulated-Recall-Gespräche. Der gesamte Datenkorpus wurde mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet.
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