Duell Codex
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Beschrijving
Bol
Der Duell-Codex ordnet eine Praxis, die zwischen Rechtsverbot, Standesethos und ritueller Gewalt oszillierte: das Duell. Hergsell behandelt nicht bloß technische Abläufe, sondern die soziale Grammatik von Beleidigung, Forderung, Sekundanten, Waffenwahl und Satisfaktion. In nüchterner, normativer Prosa verbindet das Buch juristische Präzision mit kulturhistorischer Beobachtung und steht im Kontext jener mitteleuropäischen Literatur, die im 19. Jahrhundert Ehre als regulierbares, wenn auch gefährliches, System verstand. Gustav Hergsell war als Fechtkundiger, Historiker der Waffenkunst und Kenner militärisch-akademischer Ehrenvorstellungen besonders befähigt, einen solchen Codex zu entwerfen. Seine Beschäftigung mit älteren Fechtbüchern und europäischen Kampftechniken schärfte den Blick für Regeln, Formen und Überlieferungen körperlicher Konfliktaustragung. Zugleich erklärt dieses Umfeld, weshalb ihn weniger Sensationslust als das Bedürfnis nach Ordnung, Verantwortlichkeit und begrifflicher Klarheit leitete. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die das Duell nicht romantisieren, sondern als historisches Institutionengefüge verstehen möchten. Es bietet Quellenwert für Kultur-, Rechts- und Militärgeschichte, ebenso für die Erforschung von Männlichkeit, Ehre und sozialer Disziplinierung. Gerade seine trockene Systematik macht den Duell-Codex zu einem aufschlussreichen Dokument einer untergehenden, doch wirkmächtigen europäischen Ehrenkultur.
Der Duell-Codex ordnet eine Praxis, die zwischen Rechtsverbot, Standesethos und ritueller Gewalt oszillierte: das Duell. Hergsell behandelt nicht bloß technische Abläufe, sondern die soziale Grammatik von Beleidigung, Forderung, Sekundanten, Waffenwahl und Satisfaktion. In nüchterner, normativer Prosa verbindet das Buch juristische Präzision mit kulturhistorischer Beobachtung und steht im Kontext jener mitteleuropäischen Literatur, die im 19. Jahrhundert Ehre als regulierbares, wenn auch gefährliches, System verstand. Gustav Hergsell war als Fechtkundiger, Historiker der Waffenkunst und Kenner militärisch-akademischer Ehrenvorstellungen besonders befähigt, einen solchen Codex zu entwerfen. Seine Beschäftigung mit älteren Fechtbüchern und europäischen Kampftechniken schärfte den Blick für Regeln, Formen und Überlieferungen körperlicher Konfliktaustragung. Zugleich erklärt dieses Umfeld, weshalb ihn weniger Sensationslust als das Bedürfnis nach Ordnung, Verantwortlichkeit und begrifflicher Klarheit leitete. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die das Duell nicht romantisieren, sondern als historisches Institutionengefüge verstehen möchten. Es bietet Quellenwert für Kultur-, Rechts- und Militärgeschichte, ebenso für die Erforschung von Männlichkeit, Ehre und sozialer Disziplinierung. Gerade seine trockene Systematik macht den Duell-Codex zu einem aufschlussreichen Dokument einer untergehenden, doch wirkmächtigen europäischen Ehrenkultur.
Productspecificaties
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