Ein weiblicher Detektiv (Dora Myrl)
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Beschrijving
Bol
Ein weiblicher Detektiv (Dora Myrl) entfaltet eine Folge kriminalistischer Episoden um eine junge Ermittlerin, die mit analytischer Schärfe, sozialer Beweglichkeit und psychologischem Takt jene Räume betritt, die männlichen Detektiven verschlossen bleiben. Bodkin verbindet die Logik der klassischen Rätselgeschichte mit dem Tempo spätviktorianischer Sensationsliteratur; zugleich steht das Werk im Kontext der frühen Detektivfiktion, in der Geschlecht, Professionalität und moderne Großstadtwahrnehmung neu verhandelt werden. Mathias McDonnell Bodkin, irischer Jurist, Journalist, Politiker und später Richter, brachte in seine Erzählungen eine genaue Kenntnis von Recht, Pressewesen und öffentlicher Moral ein. Seine berufliche Nähe zu Gerichten und politischen Debatten dürfte Dora Myrls Fälle geprägt haben: Verbrechen erscheinen hier nicht nur als private Abweichung, sondern als Symptome sozialer Spannungen, institutioneller Blindstellen und zeitgenössischer Vorstellungen von weiblicher Handlungsmacht. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Genealogie der Detektivliteratur jenseits der kanonischen männlichen Ermittler verfolgen möchten. Dora Myrl ist literarhistorisch bedeutsam, unterhaltsam konstruiert und zugleich ein aufschlussreiches Dokument darüber, wie populäre Literatur um 1900 Intelligenz, Geschlecht und Autorität neu imaginierte.
Ein weiblicher Detektiv (Dora Myrl) entfaltet eine Folge kriminalistischer Episoden um eine junge Ermittlerin, die mit analytischer Schärfe, sozialer Beweglichkeit und psychologischem Takt jene Räume betritt, die männlichen Detektiven verschlossen bleiben. Bodkin verbindet die Logik der klassischen Rätselgeschichte mit dem Tempo spätviktorianischer Sensationsliteratur; zugleich steht das Werk im Kontext der frühen Detektivfiktion, in der Geschlecht, Professionalität und moderne Großstadtwahrnehmung neu verhandelt werden. Mathias McDonnell Bodkin, irischer Jurist, Journalist, Politiker und später Richter, brachte in seine Erzählungen eine genaue Kenntnis von Recht, Pressewesen und öffentlicher Moral ein. Seine berufliche Nähe zu Gerichten und politischen Debatten dürfte Dora Myrls Fälle geprägt haben: Verbrechen erscheinen hier nicht nur als private Abweichung, sondern als Symptome sozialer Spannungen, institutioneller Blindstellen und zeitgenössischer Vorstellungen von weiblicher Handlungsmacht. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Genealogie der Detektivliteratur jenseits der kanonischen männlichen Ermittler verfolgen möchten. Dora Myrl ist literarhistorisch bedeutsam, unterhaltsam konstruiert und zugleich ein aufschlussreiches Dokument darüber, wie populäre Literatur um 1900 Intelligenz, Geschlecht und Autorität neu imaginierte.
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