Eine Mutter: Roman im Anschluß an "die Colonie"
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Bol
Friedrich Gerstäckers "Eine Mutter" ist eine konzentrierte Erzählung über die moralische Macht mütterlicher Liebe in einer Welt sozialer Härte und ungesicherter Lebensverhältnisse. Der Text verbindet spannungsbewusstes Erzählen mit genauer Beobachtung von Milieu, Gestik und seelischer Regung. In der Tradition des bürgerlichen Realismus, zugleich geprägt von Gerstäckers Abenteuer- und Reiseprosa, rückt er weniger äußere Exotik als die existenzielle Prüfung einer Frau ins Zentrum. Gerstäcker (1816-1872), weitgereister Schriftsteller, Journalist und Chronist transatlantischer Erfahrungen, kannte die Unsicherheit moderner Mobilität, Armut und Entwurzelung aus eigener Anschauung. Seine Jahre in Nordamerika und seine Sensibilität für Randfiguren schärften seinen Blick für Menschen, die unter gesellschaftlichem Druck handeln müssen. "Eine Mutter" lässt sich daher als literarische Verdichtung jener humanen Aufmerksamkeit lesen, die sein Werk über bloße Unterhaltung erhebt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die eine knappe, emotional eindringliche und zugleich nüchtern komponierte Prosa schätzen. Wer Gerstäcker nur als Abenteuerautor kennt, entdeckt hier einen Erzähler von psychologischer Klarheit und sozialem Ernst. Die Erzählung überzeugt durch ihre Einfachheit, ihre ethische Spannung und ihre bleibende Frage nach Würde, Opfer und Verantwortung.
Friedrich Gerstäckers "Eine Mutter" ist eine konzentrierte Erzählung über die moralische Macht mütterlicher Liebe in einer Welt sozialer Härte und ungesicherter Lebensverhältnisse. Der Text verbindet spannungsbewusstes Erzählen mit genauer Beobachtung von Milieu, Gestik und seelischer Regung. In der Tradition des bürgerlichen Realismus, zugleich geprägt von Gerstäckers Abenteuer- und Reiseprosa, rückt er weniger äußere Exotik als die existenzielle Prüfung einer Frau ins Zentrum. Gerstäcker (1816-1872), weitgereister Schriftsteller, Journalist und Chronist transatlantischer Erfahrungen, kannte die Unsicherheit moderner Mobilität, Armut und Entwurzelung aus eigener Anschauung. Seine Jahre in Nordamerika und seine Sensibilität für Randfiguren schärften seinen Blick für Menschen, die unter gesellschaftlichem Druck handeln müssen. "Eine Mutter" lässt sich daher als literarische Verdichtung jener humanen Aufmerksamkeit lesen, die sein Werk über bloße Unterhaltung erhebt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die eine knappe, emotional eindringliche und zugleich nüchtern komponierte Prosa schätzen. Wer Gerstäcker nur als Abenteuerautor kennt, entdeckt hier einen Erzähler von psychologischer Klarheit und sozialem Ernst. Die Erzählung überzeugt durch ihre Einfachheit, ihre ethische Spannung und ihre bleibende Frage nach Würde, Opfer und Verantwortung.
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