Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse: Die Libidotheorie Neurosen
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Beschrijving
Bol
Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse entfaltet in essayistischer Dichte Freuds These, dass die Psychoanalyse weniger an ihrer technischen Komplexität als an der Kränkung des menschlichen Selbstgefühls Anstoß erregt. In kulturhistorischer Perspektive stellt Freud seine Lehre neben Kopernikus und Darwin: Nach der kosmologischen und biologischen Dezentrierung des Menschen folgt die psychologische, wonach das Ich nicht Herr im eigenen Hause ist. Der Stil ist prägnant, polemisch kontrolliert und zugleich didaktisch; der kurze Text verdichtet zentrale Motive der Metapsychologie, insbesondere Unbewusstes, Verdrängung und Narzissmus. Sigmund Freud, ausgebildeter Neurologe und Begründer der Psychoanalyse, schrieb aus der Erfahrung jahrzehntelanger klinischer Beobachtung, theoretischer Kontroversen und öffentlicher Abwehr. Seine Studien zu Hysterie, Traumdeutung und Fehlleistungen hatten ihn zu einer Theorie geführt, die bürgerliche Vorstellungen von Vernunft, Moral und Autonomie erschütterte. Der zeitgeschichtliche Hintergrund des frühen 20. Jahrhunderts, einschließlich wissenschaftlicher Umbrüche und kultureller Krisen, schärfte seinen Blick für Widerstände gegen Erkenntnis. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Denken in konzentrierter Form kennenlernen wollen. Es bietet keinen systematischen Grundriss, sondern einen Schlüsseltext zur Selbstverständigung der Psychoanalyse und zur modernen Kritik des Subjekts. Wer philosophische Anthropologie, Ideengeschichte oder Literaturtheorie studiert, findet hier ein ungewöhnlich klares, provozierendes Dokument intellektueller Entzauberung.
Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse entfaltet in essayistischer Dichte Freuds These, dass die Psychoanalyse weniger an ihrer technischen Komplexität als an der Kränkung des menschlichen Selbstgefühls Anstoß erregt. In kulturhistorischer Perspektive stellt Freud seine Lehre neben Kopernikus und Darwin: Nach der kosmologischen und biologischen Dezentrierung des Menschen folgt die psychologische, wonach das Ich nicht Herr im eigenen Hause ist. Der Stil ist prägnant, polemisch kontrolliert und zugleich didaktisch; der kurze Text verdichtet zentrale Motive der Metapsychologie, insbesondere Unbewusstes, Verdrängung und Narzissmus. Sigmund Freud, ausgebildeter Neurologe und Begründer der Psychoanalyse, schrieb aus der Erfahrung jahrzehntelanger klinischer Beobachtung, theoretischer Kontroversen und öffentlicher Abwehr. Seine Studien zu Hysterie, Traumdeutung und Fehlleistungen hatten ihn zu einer Theorie geführt, die bürgerliche Vorstellungen von Vernunft, Moral und Autonomie erschütterte. Der zeitgeschichtliche Hintergrund des frühen 20. Jahrhunderts, einschließlich wissenschaftlicher Umbrüche und kultureller Krisen, schärfte seinen Blick für Widerstände gegen Erkenntnis. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Denken in konzentrierter Form kennenlernen wollen. Es bietet keinen systematischen Grundriss, sondern einen Schlüsseltext zur Selbstverständigung der Psychoanalyse und zur modernen Kritik des Subjekts. Wer philosophische Anthropologie, Ideengeschichte oder Literaturtheorie studiert, findet hier ein ungewöhnlich klares, provozierendes Dokument intellektueller Entzauberung.
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