In Kinshasa bricht das Gesundheitssystem nicht plötzlich zusammen. Es erschöpft sich langsam. Diffuse Demotivation, wiederholte Abgänge, instabile Leistungen. Hinter diesen Schwächen drängt sich eine Frage auf: Was wäre, wenn die wahre Herausforderung nicht nur struktureller, sondern auch menschlicher Natur wäre? Diese Untersuchung, die bei 680 Gesundheitsfachkräften durchgeführt und mit ausführlichen Interviews angereichert wurde, beleuchtet einen allzu lange unterschätzten Hebel: die transformationale Führung. Nicht eine kontrollierende Führung, sondern eine Führung, die inspiriert, anerkennt, erzieht. Eine Führung, die in der Lage ist, der Arbeit in einem von Zwang und Ressourcenknappheit geprägten Umfeld einen neuen Sinn zu verleihen.Die Ergebnisse sind eindeutig. Wenn Führungskräfte eine authentische und engagierte Haltung einnehmen, verwandelt sich die Motivation in kollektive Energie. Sie wird zum Fundament der Loyalität, zum Motor der Leistung und zu einem Schlüsselfaktor für die Stabilität der Organisation. Die Studie offenbart aber auch eine wesentliche Wahrheit: Kein Modell funktioniert isoliert. Die beobachteten Dynamiken bleiben tief in den institutionellen und soziokulturellen Realitäten des kongolesischen Kontextes verwurzelt.
AmazonPagina's: 152, Paperback, Verlag Unser Wissen
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