Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

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Bol Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg ist ein herausragendes Zeugnis spätmittelalterlicher Stadtverwaltung und Baupraxis. In nüchterner, protokollarischer Sprache verzeichnet es Arbeiten an Mauern, Türmen, Straßen, Wasserläufen, Brücken und öffentlichen Gebäuden und macht dadurch die materielle Ordnung einer Reichsstadt sichtbar. Sein literarischer Wert liegt weniger in erzählerischer Gestaltung als in der präzisen Verbindung von Amtsstil, technischer Beobachtung und kommunalem Selbstverständnis im Kontext urbaner Schriftlichkeit des 15. Jahrhunderts. Endres Tucher, Angehöriger einer bedeutenden Nürnberger Patrizierfamilie, war als städtischer Baumeister unmittelbar in jene organisatorischen, finanziellen und handwerklichen Abläufe eingebunden, die das Buch dokumentiert. Seine Aufzeichnungen erwuchsen aus praktischer Verantwortung: Kontrolle von Arbeiten, Rechenschaft gegenüber dem Rat, Sicherung institutionellen Wissens. Gerade seine Stellung zwischen politischer Führungsschicht und ausführenden Gewerken erklärt die sachliche Genauigkeit und den weiten Blick auf die Funktionsweise der Stadt. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die mittelalterliche Urbanität nicht nur als Architekturgeschichte, sondern als komplexes Zusammenspiel von Verwaltung, Technik, Arbeit und öffentlichem Raum verstehen wollen. Historiker, Germanisten, Bau- und Stadtforscher finden darin eine selten dichte Quelle, die Nürnberg als gelehrte, wirtschaftlich starke und organisatorisch hochentwickelte Kommune greifbar macht.

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Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg ist ein herausragendes Zeugnis spätmittelalterlicher Stadtverwaltung und Baupraxis. In nüchterner, protokollarischer Sprache verzeichnet es Arbeiten an Mauern, Türmen, Straßen, Wasserläufen, Brücken und öffentlichen Gebäuden und macht dadurch die materielle Ordnung einer Reichsstadt sichtbar. Sein literarischer Wert liegt weniger in erzählerischer Gestaltung als in der präzisen Verbindung von Amtsstil, technischer Beobachtung und kommunalem Selbstverständnis im Kontext urbaner Schriftlichkeit des 15. Jahrhunderts. Endres Tucher, Angehöriger einer bedeutenden Nürnberger Patrizierfamilie, war als städtischer Baumeister unmittelbar in jene organisatorischen, finanziellen und handwerklichen Abläufe eingebunden, die das Buch dokumentiert. Seine Aufzeichnungen erwuchsen aus praktischer Verantwortung: Kontrolle von Arbeiten, Rechenschaft gegenüber dem Rat, Sicherung institutionellen Wissens. Gerade seine Stellung zwischen politischer Führungsschicht und ausführenden Gewerken erklärt die sachliche Genauigkeit und den weiten Blick auf die Funktionsweise der Stadt. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die mittelalterliche Urbanität nicht nur als Architekturgeschichte, sondern als komplexes Zusammenspiel von Verwaltung, Technik, Arbeit und öffentlichem Raum verstehen wollen. Historiker, Germanisten, Bau- und Stadtforscher finden darin eine selten dichte Quelle, die Nürnberg als gelehrte, wirtschaftlich starke und organisatorisch hochentwickelte Kommune greifbar macht.


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  • 9788027381616
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