Warum hat die jahrzehntelange Entwicklungshilfe in Afrika keine nachhaltige Entwicklung bewirkt? In diesem mutigen und intellektuell fesselnden Werk hinterfragt Dário Camal gängige Narrative rund um die internationale Entwicklungshilfe und deckt die strukturellen Spannungen zwischen Entwicklungshilfe, staatlicher Souveränität und Rechtsstaatlichkeit auf. Mit scharfem Blick und interdisziplinärem Ansatz zeigt das Buch auf, wie Entwicklungshilfe, die oft als Instrument des Fortschritts dargestellt wird, unbeabsichtigt Abhängigkeiten verstärken, Institutionen schwächen und die Prioritäten der Regierungsführung verzerren kann. Anhand der aussagekräftigen Fallstudie Mosambik deckt dieses Buch die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Dynamiken auf, die die Entwicklungsergebnisse auf dem gesamten Kontinent prägen. Es untersucht kritisch die Rolle globaler Akteure wie des IWF, der Weltbank und internationaler Geber und hinterfragt, ob deren Modelle tatsächlich Rechenschaftspflicht fördern oder lediglich Machtasymmetrien reproduzieren. Mehr als eine Kritik ist dieses Werk ein Aufruf, Entwicklung neu zu überdenken. Es schlägt eine strategische Neuausrichtung der internationalen Zusammenarbeit vor, die institutionelle Integrität, nationale Eigenverantwortung und langfristige Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt.
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