Die literarische Ironie-Kritik am Ausgang von Romantik und Postmoderne mündet in parallelen Plädoyers für den Ernst. Die Beiträge in diesem Band arbeiten diese Entwicklung heraus und fokussieren Veränderungen in der Literatur um 2000, die sich mit postmodernen Kategorien nicht mehr zureichend erfassen lassen. Die Beträge des Bandes nehmen literarische Texte aus der Zeit nach 1800, um 1900 und nach 2000 in den Blick, die sich durch auffällige Veränderungen hinsichtlich des ironischen bzw. ernsten Tons auszeichnen. Sowohl am Ende der Romantik als auch am Ausgang der Postmoderne macht der ironiekritische ‚Ernst-Diskurs‘ dem ‚Realismus‘ Platz. Das Erkenntnisinteresse des Bandes ist dabei vor allem auf die literarische Gegenwart ausgerichtet: Inwiefern sind Veränderungen bzw. Entwicklungen wahrzunehmen, die sich mit den Kategorien der Postmoderne bzw. des Poststrukturalismus nicht mehr zureichend erfassen lassen? Die Beiträge untersuchen die Leistungsfähigkeit von Gegenkonzepten (wie ‚Pathos‘, ‚Relevanz‘ oder ‚Verantwortung‘), Strategien der Ironie-Vermeidung sowie die Eignung terminologischer Alternativen (z.B. ‚Meta-‘ oder ‚Transironie‘).
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