Fabeln und Erzählungen
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Christian Fürchtegott Gellerts Fabeln und Erzählungen gehören zu den prägenden Texten der deutschen Aufklärung. In knapper, oft dialogischer Form verbinden sie Tierfabel, moralische Beispielerzählung und bürgerliche Alltagsszene. Ihr Stil ist bewusst klar, maßvoll und didaktisch, ohne trocken zu wirken: Witz, Ironie und anschauliche Pointe dienen der sittlichen Erkenntnis. Literarisch stehen sie zwischen der regelpoetischen Tradition Gottscheds und der empfindsamen Kultur des späteren 18. Jahrhunderts. Gellert, 1715 in Sachsen geboren und seit 1745 Professor in Leipzig, war Theologe, Moralphilosoph und einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Seine Herkunft aus einem protestantischen Pfarrhaus, seine Lehrtätigkeit sowie Erfahrungen von Krankheit und materieller Unsicherheit schärften seinen Blick für menschliche Schwäche, Selbsttäuschung und soziale Verantwortung. Er schrieb für ein gebildetes bürgerliches Publikum, das Literatur als Schule des Herzens und des Verstandes verstand. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die moralische Energie der Aufklärung in ihrer elegantesten populären Gestalt kennenlernen möchten. Gellerts Texte sind historisch aufschlussreich, sprachlich zugänglich und überraschend lebendig. Sie zeigen, wie Literatur belehren kann, ohne ihre Kunst preiszugeben, und wie kleine Erzählformen große ethische Fragen verhandeln.
Christian Fürchtegott Gellerts Fabeln und Erzählungen gehören zu den prägenden Texten der deutschen Aufklärung. In knapper, oft dialogischer Form verbinden sie Tierfabel, moralische Beispielerzählung und bürgerliche Alltagsszene. Ihr Stil ist bewusst klar, maßvoll und didaktisch, ohne trocken zu wirken: Witz, Ironie und anschauliche Pointe dienen der sittlichen Erkenntnis. Literarisch stehen sie zwischen der regelpoetischen Tradition Gottscheds und der empfindsamen Kultur des späteren 18. Jahrhunderts. Gellert, 1715 in Sachsen geboren und seit 1745 Professor in Leipzig, war Theologe, Moralphilosoph und einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Seine Herkunft aus einem protestantischen Pfarrhaus, seine Lehrtätigkeit sowie Erfahrungen von Krankheit und materieller Unsicherheit schärften seinen Blick für menschliche Schwäche, Selbsttäuschung und soziale Verantwortung. Er schrieb für ein gebildetes bürgerliches Publikum, das Literatur als Schule des Herzens und des Verstandes verstand. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die moralische Energie der Aufklärung in ihrer elegantesten populären Gestalt kennenlernen möchten. Gellerts Texte sind historisch aufschlussreich, sprachlich zugänglich und überraschend lebendig. Sie zeigen, wie Literatur belehren kann, ohne ihre Kunst preiszugeben, und wie kleine Erzählformen große ethische Fragen verhandeln.
AmazonPagina's: 144, Paperback, Sharp Ink