Diese Dissertation gibt einen Überblick über Fixationssysteme in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und beschreibt den Übergang von der intermaxillären Fixation (IMF) zur offenen Reposition und internen Fixation (ORIF). Die Osteosynthese mit Miniplatten wird als Goldstandard hervorgehoben, da sie eine stabile Fixation bei minimaler Gewebeverletzung, einer frühzeitigen funktionellen Wiederherstellung und verbesserten ästhetischen Ergebnissen ermöglicht. Die Frakturheilung wird entweder als indirekt - unter Einbeziehung der Kallusbildung mit Mikrobewegung - oder als direkt - durch starre Fixierung ohne Kallusbildung - erläutert, wobei die Bedeutung von Stabilität und präziser anatomischer Reposition hervorgehoben wird. Der Einfluss der Anatomie des Gesichtsskeletts und der Biomechanik auf die ideale Platzierung der Fixationselemente, insbesondere entlang von Spannungszonen und Stützpfeilern, wird erörtert. Häufige Frakturtypen wie Le-Fort-, Jochbein-, Augenhöhlen- und Unterkieferfrakturen werden unter Berücksichtigung ihrer klinischen Relevanz behandelt. Die Dissertation vergleicht zudem die lasttragende und die lastverteilende Osteosynthese, einschließlich ihrer Prinzipien und Indikationen. Fortschritte wie Verriegelungsplatten, bioresorbierbare Systeme und 3D-Technologien verdeutlichen einen Wandel hin zu minimalinvasiven, biologisch verträglichen und funktionell effizienten Ansätzen.
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