Während sich die Erforschung des Phänomens der Weltbürgerschaft ausgeweitet hat, gibt es nur wenige Studien darüber, wie Weltbürgerschaft im Rahmen internationaler Jugendprogramme gefördert wird. Ziel dieser Studie ist es daher zu untersuchen, auf welche Weise das UNESCO-Bildungsprogramm für junge Menschen zum Weltkulturerbe die Weltbürgerschaft gefördert hat. Unter Verwendung eines interpretativen Ansatzes hat die Studie mittels halbstrukturierter Interviews die individuellen Perspektiven ehemaliger Jugenddelegierter (9 Delegierte aus 7 Ländern) der 2008 in Quebec City abgehaltenen "World Heritage Youth Component" erfasst. Während Unterschiede zwischen den individuellen Standpunkten in gewisser Weise mit Unterschieden im kulturellen Hintergrund und im gesellschaftlichen Kontext zusammenhingen, überwogen doch die Gemeinsamkeiten. Die praktischen Implikationen dieser Studie bieten ein tieferes Verständnis für die Art von globaler Bürgerschaft, die durch internationale Jugendprogramme gefördert wird. Diese Erkenntnis kann insbesondere das UNESCO-Bildungsprogramm zum Weltkulturerbe dabei unterstützen, junge Menschen zu aktiv engagierten Weltbürgern weiterzuentwickeln, was zu einer verantwortungsvollen Bewahrung und nachhaltigen Bewirtschaftung des herausragendsten Natur- und Kulturerbes der Welt führt.
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