Obwohl der Einsatz und die Wirksamkeit von Folter als Verhörmethode seit Jahrhunderten öffentlich diskutiert werden, rückte das Thema Folter in den Vereinigten Staaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erneut in den Fokus der öffentlichen Debatte. Zu dieser Zeit feierte auch die Fernsehserie "24" Premiere und wurde schnell für ihre gewalttätigen Inhalte und fragwürdigen Darstellungen von Folter und folterähnlicher Gewalt bekannt. Ziel dieser Studie war es, die in "24" gezeigten medienvermittelten Gewaltinhalte zu analysieren, um festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen heldenhaften Figuren, die folterähnliche Gewalt ausüben, und der Rechtfertigung dieser Handlungen mit nationalen Sicherheitserfordernissen besteht. Diese Studie untersuchte zudem die vorherrschende Form der Gewalt, den Einsatz tödlicher und nicht-tödlicher Waffen sowie die dargestellte Wirksamkeit von Foltergewalt. Ein Zeitraum von sieben Jahren bzw. sechs Staffeln von "24" wurden analysiert, mit einer Stichprobe von 43 Episoden und 445 einzelnen Gewalttaten. Die Analyse befasst sich sowohl mit Kritik als auch mit Lob für "24" hinsichtlich der Darstellung von Gewalt und Folter. Die Ergebnisse dürften besonders nützlich sein für Professoren und Experten der Medienwissenschaft und Mediengewaltforschung sowie für alle anderen, die "24" kennen oder gesehen haben.
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