Französische Staatsmänner: Gesammelte Biografien
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Französische Staatsmänner: Gesammelte Biografien versammelt politisch-biografische Studien, in denen Max Nordau die führenden Gestalten des französischen öffentlichen Lebens nicht bloß chronologisch, sondern als Symptome einer Epoche liest. Mit der Genauigkeit des Beobachters und der pointierten Prosa des Feuilletonisten verbindet das Buch historische Darstellung, Charakteranalyse und moralische Urteilskraft. Im Kontext der europäischen Biografik des späten 19. Jahrhunderts steht es zwischen Porträtkunst und politischer Kulturdiagnose: Frankreich erscheint als Labor parlamentarischer Macht, republikanischer Rhetorik und persönlicher Ambition. Nordau, 1849 in Pest geboren, war Arzt, Journalist, Kulturkritiker und später eine zentrale Stimme des politischen Zionismus. Sein langjähriger Aufenthalt in Paris schärfte seinen Blick für französische Institutionen, Salons, Presse und Parteien. Die medizinische Schulung, seine kosmopolitische Erfahrung und sein Interesse an den Pathologien moderner Gesellschaften erklären die besondere Mischung aus Empirie, Skepsis und psychologischer Deutung, mit der er Staatsmänner betrachtet. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die politische Geschichte nicht als Abfolge von Ämtern, sondern als Drama von Ideen, Temperamenten und öffentlichen Rollen verstehen wollen. Nordaus Biografien bieten keine neutrale Aktenkunde, sondern anregende, gelehrte und oft scharf konturierte Porträts, die Frankreichs Moderne verständlich machen.
Französische Staatsmänner: Gesammelte Biografien versammelt politisch-biografische Studien, in denen Max Nordau die führenden Gestalten des französischen öffentlichen Lebens nicht bloß chronologisch, sondern als Symptome einer Epoche liest. Mit der Genauigkeit des Beobachters und der pointierten Prosa des Feuilletonisten verbindet das Buch historische Darstellung, Charakteranalyse und moralische Urteilskraft. Im Kontext der europäischen Biografik des späten 19. Jahrhunderts steht es zwischen Porträtkunst und politischer Kulturdiagnose: Frankreich erscheint als Labor parlamentarischer Macht, republikanischer Rhetorik und persönlicher Ambition. Nordau, 1849 in Pest geboren, war Arzt, Journalist, Kulturkritiker und später eine zentrale Stimme des politischen Zionismus. Sein langjähriger Aufenthalt in Paris schärfte seinen Blick für französische Institutionen, Salons, Presse und Parteien. Die medizinische Schulung, seine kosmopolitische Erfahrung und sein Interesse an den Pathologien moderner Gesellschaften erklären die besondere Mischung aus Empirie, Skepsis und psychologischer Deutung, mit der er Staatsmänner betrachtet. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die politische Geschichte nicht als Abfolge von Ämtern, sondern als Drama von Ideen, Temperamenten und öffentlichen Rollen verstehen wollen. Nordaus Biografien bieten keine neutrale Aktenkunde, sondern anregende, gelehrte und oft scharf konturierte Porträts, die Frankreichs Moderne verständlich machen.
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