Die heiligen Wälder, die als Symbol der kulturellen Identität der indigenen Bevölkerung gelten, sind im Land der Manon stark geschädigt. Denn sie fallen nacheinander der städtischen Ausdehnung und anderen wirtschaftlichen Notwendigkeiten zum Opfer. Neben den Folgen dieser (kaum umkehrbaren) Gefährdung ist auch ein Rückgang zahlreicher Pflanzen- und Tierarten zu beobachten, die früher streng geschützt waren. Aus dieser Feststellung ergibt sich die folgende Forschungsfrage: Wie stehen die indigenen Völker zur Gefährdung und zur Zukunft der heiligen Wälder im Land der Manon? Die Studie zielt darauf ab, die biologische Vielfalt der heiligen Wälder zu erforschen, um ein Instrument zur Eindämmung ihres Rückgangs zu entwickeln. Zur Datenerhebung wurden sozioökologische Fragebogenumfragen und direkte Beobachtungen herangezogen. Insgesamt wurden in vier Manon-Dörfern 17 heilige Wälder (von denen 52,94 % für Bildungszwecke reserviert sind) identifiziert. In diesen legendären Gebieten wurde die Nutzung der Pflanzenarten eingeschränkt. Jeder identifizierte Wald unterliegt einer rituellen Charta, die von Einschränkungen bis hin zu einem vollständigen Betretungsverbot reicht.
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