Gegen Apion: Über die Ursprünglichkeit des Judentums
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Bol
Gegen Apion ist Flavius Josephus' gelehrte Verteidigung des jüdischen Volkes gegen griechisch-ägyptische Anklagen, insbesondere die Schmähungen des Grammatikers Apion. In zwei Büchern verbindet der Text Historiographie, philologische Quellenkritik und forensische Rhetorik: Josephus belegt die Altertümlichkeit der jüdischen Tradition, widerlegt Verleumdungen über Exodus, Tempelkult und Gesetz und stellt die mosaische Verfassung als philosophisch überlegene Ordnung dar. Das Werk steht im Kontext hellenistischer Apologetik und römischer Wissenskultur. Josephus, 37/38 n. Chr. in Jerusalem geboren, entstammte einer priesterlichen Familie und war selbst Beteiligter des Jüdischen Krieges, bevor er unter flavischer Patronage in Rom schrieb. Seine doppelte Erfahrung als jüdischer Gelehrter und Autor für ein griechisch-römisches Publikum prägt Gegen Apion entscheidend. Nach Krieg, Tempelzerstörung und politischer Entwurzelung suchte er, jüdische Geschichte gegen Unkenntnis, Spott und imperiale Vorurteile intellektuell zu legitimieren. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die antike Religionsgeschichte, jüdische Selbstdeutung und die Mechanismen kultureller Polemik verstehen wollen. Es ist keine bloße Verteidigungsschrift, sondern ein Schlüsseltext zur Frage, wie Minderheiten ihre Tradition im Medium der dominanten Bildungssprache behaupten.
Gegen Apion ist Flavius Josephus' gelehrte Verteidigung des jüdischen Volkes gegen griechisch-ägyptische Anklagen, insbesondere die Schmähungen des Grammatikers Apion. In zwei Büchern verbindet der Text Historiographie, philologische Quellenkritik und forensische Rhetorik: Josephus belegt die Altertümlichkeit der jüdischen Tradition, widerlegt Verleumdungen über Exodus, Tempelkult und Gesetz und stellt die mosaische Verfassung als philosophisch überlegene Ordnung dar. Das Werk steht im Kontext hellenistischer Apologetik und römischer Wissenskultur. Josephus, 37/38 n. Chr. in Jerusalem geboren, entstammte einer priesterlichen Familie und war selbst Beteiligter des Jüdischen Krieges, bevor er unter flavischer Patronage in Rom schrieb. Seine doppelte Erfahrung als jüdischer Gelehrter und Autor für ein griechisch-römisches Publikum prägt Gegen Apion entscheidend. Nach Krieg, Tempelzerstörung und politischer Entwurzelung suchte er, jüdische Geschichte gegen Unkenntnis, Spott und imperiale Vorurteile intellektuell zu legitimieren. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die antike Religionsgeschichte, jüdische Selbstdeutung und die Mechanismen kultureller Polemik verstehen wollen. Es ist keine bloße Verteidigungsschrift, sondern ein Schlüsseltext zur Frage, wie Minderheiten ihre Tradition im Medium der dominanten Bildungssprache behaupten.
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