Ziel dieser Arbeit war es, die genetische Vielfalt zu charakterisieren und die phylogenetischen Beziehungen zwischen den Meerschweinchen-Subpopulationen in der agroökologischen Zone mit bimodaler Niederschlagsverteilung in Kamerun zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde genomische DNA aus 110 Blutproben von Meerschweinchen extrahiert, die aufgrund ihrer phänotypischen Variabilität, der Verfügbarkeit bei den Züchtern und der Erreichbarkeit der Zuchtbetriebe ausgewählt wurden. Die Studie wurde unter Verwendung von 16 SSR-Mikrosatellitenmarkern durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen insgesamt 11 Allele innerhalb der Population. Etwa 3 % der genetischen Vielfalt sind auf Unterschiede zwischen den Populationen zurückzuführen, der Rest auf Unterschiede zwischen Individuen innerhalb derselben Population. Der Anteil an Homozygoten ist in dieser Population hoch und der Inzuchtkoeffizient positiv. Der durchschnittliche polymorphe Informationsgehalt und der sehr hohe Genfluss könnten auf einen Verlust der genetischen Vielfalt hindeuten, was zu einer Einschränkung der zukünftigen Möglichkeiten der genetischen Verbesserung des Meerschweinchens führen würde. Die Populationsstruktur sowie der phylogenetische Stammbaum ermöglichten es, die Existenz von drei unterschiedlichen genetischen Populationen nachzuweisen.
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