Gesammelte Märchen
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Beschrijving
Bol
Die "Gesammelten Märchen" Richard von Volkmanns, bekannt unter dem Dichternamen Leander, vereinen kunstvoll erzählte Märchen von leiser Melancholie, moralischer Klarheit und poetischer Bildkraft. In der Tradition der romantischen Kunstmärchen stehend, doch zugleich von bürgerlicher Innerlichkeit und psychologischer Feinheit geprägt, entfalten sie Welten, in denen Wunderbares und Alltägliches einander durchdringen. Ihr Stil ist schlicht, musikalisch und präzise; hinter der scheinbaren Kindlichkeit steht eine reflektierte Betrachtung von Leid, Güte, Opfer und Erlösung. Volkmann war nicht nur Schriftsteller, sondern einer der bedeutenden deutschen Chirurgen des 19. Jahrhunderts, Professor in Halle und Kriegschirurg. Diese biographische Spannung zwischen wissenschaftlicher Nüchternheit, unmittelbarer Erfahrung von Schmerz und einem ausgeprägten humanistischen Empfinden erklärt viel von der besonderen Tonlage seiner Märchen. Gerade aus der Nähe zu Verwundung und Vergänglichkeit erwächst ihr Bedürfnis nach Trost, sittlicher Ordnung und imaginativer Heilung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Märchen nicht bloß als Kinderliteratur, sondern als verdichtete Formen ethischer und poetischer Erkenntnis verstehen. Es bietet stille, kunstvolle Prosa von bleibendem Reiz.
Die "Gesammelten Märchen" Richard von Volkmanns, bekannt unter dem Dichternamen Leander, vereinen kunstvoll erzählte Märchen von leiser Melancholie, moralischer Klarheit und poetischer Bildkraft. In der Tradition der romantischen Kunstmärchen stehend, doch zugleich von bürgerlicher Innerlichkeit und psychologischer Feinheit geprägt, entfalten sie Welten, in denen Wunderbares und Alltägliches einander durchdringen. Ihr Stil ist schlicht, musikalisch und präzise; hinter der scheinbaren Kindlichkeit steht eine reflektierte Betrachtung von Leid, Güte, Opfer und Erlösung. Volkmann war nicht nur Schriftsteller, sondern einer der bedeutenden deutschen Chirurgen des 19. Jahrhunderts, Professor in Halle und Kriegschirurg. Diese biographische Spannung zwischen wissenschaftlicher Nüchternheit, unmittelbarer Erfahrung von Schmerz und einem ausgeprägten humanistischen Empfinden erklärt viel von der besonderen Tonlage seiner Märchen. Gerade aus der Nähe zu Verwundung und Vergänglichkeit erwächst ihr Bedürfnis nach Trost, sittlicher Ordnung und imaginativer Heilung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Märchen nicht bloß als Kinderliteratur, sondern als verdichtete Formen ethischer und poetischer Erkenntnis verstehen. Es bietet stille, kunstvolle Prosa von bleibendem Reiz.