Geschichte des Doctor Faustus
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Beschrijving
Bol
Ludwig Aurbachers Geschichte des Doctor Faustus erneuert den frühneuzeitlichen Faust-Stoff im Geist des deutschen Volksbuchs: als warnende, zugleich erzählerisch reizvolle Lebensgeschichte eines Gelehrten, der Wissen, Macht und sinnliche Erfahrung um den Preis seiner Seele sucht. Der Text steht zwischen Legende, moralischer Exempelerzählung und volkstümlicher Prosa; seine Sprache verbindet schlichte Anschaulichkeit mit didaktischer Strenge. Im literarischen Kontext erscheint Aurbachers Fassung als bewusste Rückbindung an die populäre Tradition neben den großen dichterischen Bearbeitungen des Faust-Mythos. Aurbacher, 1784 in der schwäbischen Landschaft geboren und später als Lehrer, Geistlicher und Schriftsteller tätig, war ein genauer Kenner mündlicher Überlieferung und volkstümlicher Erzählformen. Sein Interesse galt nicht der bloßen Unterhaltung, sondern der sittlichen Bildung durch vertraute Stoffe. Aus dieser pädagogisch-katholischen und zugleich volkskundlichen Haltung erklärt sich seine Hinwendung zu Faustus: Die alte Sage bot ihm ein wirksames Modell, um Hybris, Versuchung und geistige Verblendung darzustellen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den Faust-Stoff jenseits Goethes kennenlernen möchten. Es eröffnet einen Zugang zur moralischen und erzählerischen Welt des Volksbuchs und zeigt, wie populäre Literatur philosophische Fragen nach Erkenntnis, Freiheit und Verantwortung in einprägsame Bilder fasst.
Ludwig Aurbachers Geschichte des Doctor Faustus erneuert den frühneuzeitlichen Faust-Stoff im Geist des deutschen Volksbuchs: als warnende, zugleich erzählerisch reizvolle Lebensgeschichte eines Gelehrten, der Wissen, Macht und sinnliche Erfahrung um den Preis seiner Seele sucht. Der Text steht zwischen Legende, moralischer Exempelerzählung und volkstümlicher Prosa; seine Sprache verbindet schlichte Anschaulichkeit mit didaktischer Strenge. Im literarischen Kontext erscheint Aurbachers Fassung als bewusste Rückbindung an die populäre Tradition neben den großen dichterischen Bearbeitungen des Faust-Mythos. Aurbacher, 1784 in der schwäbischen Landschaft geboren und später als Lehrer, Geistlicher und Schriftsteller tätig, war ein genauer Kenner mündlicher Überlieferung und volkstümlicher Erzählformen. Sein Interesse galt nicht der bloßen Unterhaltung, sondern der sittlichen Bildung durch vertraute Stoffe. Aus dieser pädagogisch-katholischen und zugleich volkskundlichen Haltung erklärt sich seine Hinwendung zu Faustus: Die alte Sage bot ihm ein wirksames Modell, um Hybris, Versuchung und geistige Verblendung darzustellen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den Faust-Stoff jenseits Goethes kennenlernen möchten. Es eröffnet einen Zugang zur moralischen und erzählerischen Welt des Volksbuchs und zeigt, wie populäre Literatur philosophische Fragen nach Erkenntnis, Freiheit und Verantwortung in einprägsame Bilder fasst.
AmazonPagina's: 28, Paperback, Sharp Ink