Gewogen und gewollt: Die Abrechnung der Patriotischen Front zeichnet den dramatischen Bogen der Patriotischen Front Sambias (PF) von ihrem kometenhaften Aufstieg im Jahr 2011 bis zu ihrer atemberaubenden Wahlniederlage im Jahr 2021 nach. Die Erzählung beginnt mit Michael Satas "davidischem" Versprechen, mit dem die PF, unterstützt von den Armen und Ausgegrenzten, die etablierte politische Ordnung, symbolisiert durch die Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD), herausforderte. Diese Anfangsphase war von Hoffnung und Transformationspotenzial geprägt und schuf eine moralische Basis des Vertrauens und der Erwartung.Nach der Nachfolgekrise von 2014-2015 zeigten sich jedoch erste Risse, die den Beginn der "Erbsünde" markierten, die das Fundament der Partei untergraben sollte. Die Regierung unter Edgar Lungu verkörperte das "Belsazar-Syndrom": Sie schwelgte im Belagerungszustand, indem sie die demokratischen Institutionen missbrauchte und sich arrogant anmaßte, ständig gesalbt zu werden. Das Buch zeigt auf, wie sich das Machtmonopol der PF zu einer brüchigen Architektur der Klientelwirtschaft entwickelte, die abweichende Meinungen zum Schweigen brachte und die Legitimität untergrub. Die Geschichte gipfelt in dem seismischen politischen Erdbeben vom 12. August 2021, als die PF entschlossen demontiert wurde. Das Buch ist sowohl ein historischer Bericht als auch eine zeitlose moralische Lektion.
AmazonPagina's: 296, Paperback, Verlag Unser Wissen
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