Hamburgische Dramaturgie
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Bol
Die Hamburgische Dramaturgie, zwischen 1767 und 1769 als Folge kritischer Stückbetrachtungen am Hamburger Nationaltheater publiziert, ist weit mehr als Theaterjournalismus. Lessing verbindet präzise Aufführungsanalyse mit poetologischer Grundsatzreflexion und entwirft eine neue Theorie des Dramas gegen die Erstarrung französisch-klassizistischer Regeln. Im Dialog mit Aristoteles, Shakespeare, Diderot und der zeitgenössischen Bühne untersucht er Mitleid, Furcht, Charakterzeichnung, Wahrscheinlichkeit und die gesellschaftliche Aufgabe des Theaters in einem Stil von polemischer Schärfe, philologischer Genauigkeit und aufklärerischer Klarheit. Gotthold Ephraim Lessing, einer der prägenden Schriftsteller und Kritiker der deutschen Aufklärung, war selbst Dramatiker, Übersetzer, Bibliothekar und streitbarer Publizist. Seine Erfahrung mit Theaterpraxis und Zensur, sein Interesse an religiöser und ästhetischer Toleranz sowie sein Kampf für eine eigenständige deutsche Literatur führten ihn zu diesem Werk. Die Tätigkeit als Dramaturg in Hamburg gab ihm den konkreten Anlass, seine ästhetischen Überzeugungen systematisch zu prüfen. Empfohlen sei dieses Buch allen, die die Entstehung moderner Theaterkritik, die Emanzipation des deutschen Dramas und die intellektuelle Energie der Aufklärung verstehen wollen. Es bleibt ein grundlegendes Werk für Literaturwissenschaft, Theaterpraxis und jeden Leser, der Kritik als produktive Kunstform begreift.
Die Hamburgische Dramaturgie, zwischen 1767 und 1769 als Folge kritischer Stückbetrachtungen am Hamburger Nationaltheater publiziert, ist weit mehr als Theaterjournalismus. Lessing verbindet präzise Aufführungsanalyse mit poetologischer Grundsatzreflexion und entwirft eine neue Theorie des Dramas gegen die Erstarrung französisch-klassizistischer Regeln. Im Dialog mit Aristoteles, Shakespeare, Diderot und der zeitgenössischen Bühne untersucht er Mitleid, Furcht, Charakterzeichnung, Wahrscheinlichkeit und die gesellschaftliche Aufgabe des Theaters in einem Stil von polemischer Schärfe, philologischer Genauigkeit und aufklärerischer Klarheit. Gotthold Ephraim Lessing, einer der prägenden Schriftsteller und Kritiker der deutschen Aufklärung, war selbst Dramatiker, Übersetzer, Bibliothekar und streitbarer Publizist. Seine Erfahrung mit Theaterpraxis und Zensur, sein Interesse an religiöser und ästhetischer Toleranz sowie sein Kampf für eine eigenständige deutsche Literatur führten ihn zu diesem Werk. Die Tätigkeit als Dramaturg in Hamburg gab ihm den konkreten Anlass, seine ästhetischen Überzeugungen systematisch zu prüfen. Empfohlen sei dieses Buch allen, die die Entstehung moderner Theaterkritik, die Emanzipation des deutschen Dramas und die intellektuelle Energie der Aufklärung verstehen wollen. Es bleibt ein grundlegendes Werk für Literaturwissenschaft, Theaterpraxis und jeden Leser, der Kritik als produktive Kunstform begreift.
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