Verbessert die Handelsöffnung die Lebensbedingungen in Subsahara-Afrika? Gehen ausländische Investitionen über das BIP hinaus und beeinflussen sie die menschliche Entwicklung? Dieses Buch untersucht diese Fragen anhand von Paneldaten aus 29 Ländern Subsahara-Afrikas für den Zeitraum 2010-2019 und wendet dabei Panel-Kointegrations- sowie ein Panel-Vektor-Fehlerkorrekturmodell an, um sowohl die lang- als auch die kurzfristige Dynamik nachzuverfolgen. Die Ergebnisse sind in mehrfacher Hinsicht eindeutig. Handelsöffnung und ausländische Direktinvestitionen haben ebenso wie das Pro-Kopf-BIP einen positiven und signifikanten langfristigen Effekt auf die menschliche Entwicklung. Die Entwicklungshilfe zeichnet jedoch ein anderes Bild: Ihre Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung sind sowohl kurz- als auch langfristig negativ. Die Inflation untergräbt den langfristigen Fortschritt, trotz eines kurzzeitigen positiven Zusammenhangs auf kurze Sicht. Das Buch plädiert für drei politische Kurswechsel: die Kanalisierung ausländischer Investitionen in wohlfahrtsfördernde Maßnahmen, den Abbau von Handelsbarrieren durch umfassendere Abkommen und die Umorientierung der Entwicklungshilfe von humanitärer Nothilfe hin zu Bildung und Gesundheit.
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