Hauffs orientalische Märchen
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Beschrijving
Bol
Hauffs orientalische Märchen versammelt jene kunstvoll gerahmten Erzählungen, in denen Karawanen, Kalifen, Derwische und verzauberte Gestalten zu Trägern moralischer, sozialer und poetologischer Fragen werden. In der Tradition von Tausendundeiner Nacht, zugleich aber geprägt von der deutschen Spätromantik und dem Biedermeier, verbindet Hauff exotische Szenerien mit präziser Erzählökonomie, Ironie und psychologischer Anschaulichkeit. Der Orient erscheint dabei weniger als geographische Realität denn als literarischer Möglichkeitsraum für Verwandlung, Prüfung und Erkenntnis. Wilhelm Hauff, 1802 in Stuttgart geboren und bereits 1827 verstorben, war ein außerordentlich produktiver Erzähler, der als Hauslehrer, Redakteur und Beobachter seiner Zeit ein feines Gespür für Bildung, Unterhaltung und gesellschaftliche Maskenspiele entwickelte. Seine Belesenheit, seine Kenntnis populärer Erzählformen und sein Interesse an fremden Kulturräumen erklären die raffinierte Mischung aus Abenteuer, Satire und didaktischer Pointe, die diese Märchen prägt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die klassische Märchen nicht als bloße Kinderliteratur, sondern als vielschichtige Kunstprosa verstehen möchten. Hauffs orientalische Erzählungen bieten Spannung, sprachliche Eleganz und kulturhistorischen Reiz; zugleich laden sie zur kritischen Reflexion über Fantasie, Fremdheit und die erzählerische Konstruktion von Welt ein.
Hauffs orientalische Märchen versammelt jene kunstvoll gerahmten Erzählungen, in denen Karawanen, Kalifen, Derwische und verzauberte Gestalten zu Trägern moralischer, sozialer und poetologischer Fragen werden. In der Tradition von Tausendundeiner Nacht, zugleich aber geprägt von der deutschen Spätromantik und dem Biedermeier, verbindet Hauff exotische Szenerien mit präziser Erzählökonomie, Ironie und psychologischer Anschaulichkeit. Der Orient erscheint dabei weniger als geographische Realität denn als literarischer Möglichkeitsraum für Verwandlung, Prüfung und Erkenntnis. Wilhelm Hauff, 1802 in Stuttgart geboren und bereits 1827 verstorben, war ein außerordentlich produktiver Erzähler, der als Hauslehrer, Redakteur und Beobachter seiner Zeit ein feines Gespür für Bildung, Unterhaltung und gesellschaftliche Maskenspiele entwickelte. Seine Belesenheit, seine Kenntnis populärer Erzählformen und sein Interesse an fremden Kulturräumen erklären die raffinierte Mischung aus Abenteuer, Satire und didaktischer Pointe, die diese Märchen prägt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die klassische Märchen nicht als bloße Kinderliteratur, sondern als vielschichtige Kunstprosa verstehen möchten. Hauffs orientalische Erzählungen bieten Spannung, sprachliche Eleganz und kulturhistorischen Reiz; zugleich laden sie zur kritischen Reflexion über Fantasie, Fremdheit und die erzählerische Konstruktion von Welt ein.