In "Hexen, Teufel und Blocksbergspuk in Geschichte, Sage und Literatur" entfaltet Karl Knortz eine gelehrte kulturhistorische Untersuchung jener Vorstellungen, die sich um Hexenglauben, dämonologische Deutungen und den sagenumwobenen Blocksberg gebildet haben. Das Buch verbindet historische Quellen, Volksüberlieferung und literarische Zeugnisse zu einer vergleichenden Darstellung, in der Aberglaube nicht bloß als Irrtum, sondern als wirkmächtiges kulturelles System erscheint. Sein Stil ist sachlich, sammelnd und erklärend, zugleich getragen vom Interesse des 19. Jahrhunderts an Mythologie, Volkskunde und Literaturgeschichte. Karl Knortz, als Schriftsteller, Pädagoge und Vermittler deutscher Kultur besonders mit volkskundlichen und literarischen Stoffen vertraut, nähert sich dem Thema mit der Perspektive eines gebildeten Sammlers und Deuters. Seine Beschäftigung mit Sage, Brauch und Dichtung erklärt die Anlage des Werkes: Nicht die Sensation des Okkulten steht im Vordergrund, sondern die Frage, wie historische Angstbilder in Erzählungen, Ritualen und literarischen Formen fortleben. Empfohlen sei dieses Buch allen, die Hexenverfolgung, Teufelsglauben und Blocksbergmythos nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Geschichte, Volksphantasie und Literatur verstehen möchten. Es bietet eine anregende Lektüre für Leserinnen und Leser der Kulturgeschichte, Folkloristik und Germanistik.
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