Hyperion (Der Eremit in Griechenland)
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Beschrijving
Bol
Friedrich Hölderlins Hyperion oder Der Eremit in Griechenland ist ein Briefroman von seltener gedanklicher und sprachlicher Dichte. In der Rückschau erzählt Hyperion von seinem Streben nach Schönheit, Freiheit und politischer Erneuerung im Griechenland des 18. Jahrhunderts, von der Liebe zu Diotima und vom Scheitern revolutionärer Hoffnungen. Die hymnische Prosa verbindet antike Ideale, deutschen Idealismus und frühromantische Innerlichkeit zu einer elegischen Meditation über Entzweiung und Versöhnung. Hölderlin, 1770 geboren und im Tübinger Stift gemeinsam mit Hegel und Schelling geprägt, schrieb aus einer Epoche geistiger Umbrüche heraus. Die Französische Revolution, seine Begeisterung für die griechische Antike und seine Erfahrung gesellschaftlicher Fremdheit wirken im Roman zusammen. Auch die Liebe zu Susette Gontard, die literarisch in Diotima nachklingt, verleiht dem Werk seine existenzielle Intensität. Empfohlen sei Hyperion Lesern, die philosophische Literatur nicht als abstrakte Lehre, sondern als sprachlich verwandelte Lebenserfahrung suchen. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie jedoch mit einer der schönsten Prosastimmen deutscher Literatur. Wer Fragen nach Freiheit, Verlust, Natur und geistiger Heimat ernst nimmt, findet hier ein zeitloses, erschütterndes Werk.
Friedrich Hölderlins Hyperion oder Der Eremit in Griechenland ist ein Briefroman von seltener gedanklicher und sprachlicher Dichte. In der Rückschau erzählt Hyperion von seinem Streben nach Schönheit, Freiheit und politischer Erneuerung im Griechenland des 18. Jahrhunderts, von der Liebe zu Diotima und vom Scheitern revolutionärer Hoffnungen. Die hymnische Prosa verbindet antike Ideale, deutschen Idealismus und frühromantische Innerlichkeit zu einer elegischen Meditation über Entzweiung und Versöhnung. Hölderlin, 1770 geboren und im Tübinger Stift gemeinsam mit Hegel und Schelling geprägt, schrieb aus einer Epoche geistiger Umbrüche heraus. Die Französische Revolution, seine Begeisterung für die griechische Antike und seine Erfahrung gesellschaftlicher Fremdheit wirken im Roman zusammen. Auch die Liebe zu Susette Gontard, die literarisch in Diotima nachklingt, verleiht dem Werk seine existenzielle Intensität. Empfohlen sei Hyperion Lesern, die philosophische Literatur nicht als abstrakte Lehre, sondern als sprachlich verwandelte Lebenserfahrung suchen. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie jedoch mit einer der schönsten Prosastimmen deutscher Literatur. Wer Fragen nach Freiheit, Verlust, Natur und geistiger Heimat ernst nimmt, findet hier ein zeitloses, erschütterndes Werk.